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"Tarr Chronicles": Der Weltraum bebt

Mea'Tarr, De'Khete und Mirk gehen sich im Weltall an den Kragen - was zwar schön anzuschauen ist, aber nicht allzu lange begeistern kann.

In puncto Story serviert Tarr Chronicles etwas fade Standardkost. Die guten Mea'Tarr kämpfen gegen die schändlichen De'Khete. Letztere haben den Sternenkreuzer "Talestra" angegriffen, der nun Lichtjahre von zu Hause entfernt in einer fremden Galaxie gestrandet ist und unbedingt wieder heim möchte. Außerdem gibt es noch eine Universen verschlingende Kraft namens Mirk, die ebenfalls aufgehalten werden muss, um die Heimat zu retten - "Star Trek" lässt grüßen.

Doch im Gegensatz zu Kirk, Scottie und Spock setzt der spielbare Elite-Pilot von "Tarr Chronicles" nicht auf die hohen Künste der Diplomatie, sondern auf pure Waffengewalt. Entsprechend actionorientiert ist das Spielgeschehen, das entweder in der Verfolger- oder der Cockpitperspektive genossen werden kann.

Von Anfang an stehen hitzige Dogfights mit der gegnerischen Fraktion im Vordergrund. Deren Piloten fliegen erfreulich agil und wendig durch die bunten Sphären des Weltalls, was die Gefechte lebendig und vor allem spannend werden lässt. Dazu tragen auch die Funksprüche der eigenen drei Flügelmänner bei, die zwar nicht befehligt werden können, trotzdem aber gelegentlich einen Feind erwischen.

Den Schein von Abwechslung bringen unterschiedliche Missionsziele: Mal muss eine bestimmte Anzahl an Gegnern zerstört, mal ein Schiffskonvoi eskortiert werden. Leider sind die Missionen sehr linear aufgebaut, Entscheidungs- und Erkundungsfreiheit existieren genauso wenig wie freies Speichern zwischen den Missionen, hier kommen Checkpunkte zum Einsatz.

Grafisch gibt es kaum Grund zur Klage: Der Weltraum ist farbenfroh in Szene gesetzt, die Effektkulisse ordentlich. Einzig die Schiffe sind etwas monoton geraten. Schade ist auch, dass es nicht für eine deutsche Sprachausgabe gereicht hat. Immerhin machen die englischen Sprecher ihre Sache gut.

Tarr Chronicles

Hersteller/Vertrieb

Paradox Interactive/Quazar/Koch Media

Genre

Action

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Alles in allem ist "Tarr Chronicles" ein kurzes, aber spaßiges Vergnügen für zwischendurch. Wäre die Story knackiger inszeniert, die Gamepad-Unterstützung etwas besser und das Spiel insgesamt ein wenig länger geworden, hätte es sogar für höhere Wertungsregionen gereicht. So bleibt's beim gehobenen Mittelmaß.

Jens-Ekkehard Bernerth/Teleschau / TELESCHAU
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