"Ultimate Ghosts'n Goblins" Ein Held in schimmernder Rüstung - und weißen Shorts

Comeback eines altgedienten Videospielhelden: In "Ultimate Ghosts'n Goblins" darf Ritter Arthur zeigen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört - trotz manch archaischer Gameplay-Eigenheiten.

Zugegeben, ein wenig frustresistent müssen heutige Handheld-Zocker schon sein, wenn sie mit Ritter Arthur antreten, um - wie wunderbar altmodisch - eine Prinzessin aus den Fängen des Bösen zu retten. Fünf Level voller ekliger Untoter, tödlicher Fallen und tiefer Abgründe stehen zwischen Intro und Abspann. Klingt nach einem kurzen Vergnügen, ist wegen des horrenden Schwierigkeitsgrades aber ein Marathon für Daumen und Willensstärke. Und dass, obwohl Capcom so manche Hilfestellung eingebaut hat. So kann Arthur etwa seine Rüstung durch Upgrades verbessern und steht nach dem ersten Feindkontakt nicht sogleich im schicken Feinrip da.

Weitere Neuerungen gegenüber den Uralt-Vorgängern: Segnet der Rotbart irgendwann das Zeitliche, darf er an Ort und Stelle weitermachen. Zudem kann er sich nun nach gewagten Hüpfeinlagen an Vorsprüngen festklammern und zu mächtiger Magie greifen. Auch die Grafik wurde einer Frischzellenkur unterzogen. Zum gewohnten 2-D-Gameplay gesellen sich wie bei "New Super Mario Bros." nun schmucke 3-D-Akzente und tolle Lichteffekte. Der Charme des Klassikers bleibt dennoch unangetastet.

Ultimate Ghosts'n Goblins

Hersteller/Vertrieb

Capcom/Capxom

Genre

Jump & Run

Plattform

PSP

Preis

ca. 45 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Das gilt im Übrigen auch für die Tatsache, dass der Ritter ohne Furcht und Tadel während eines Sprungs nicht gelenkt werden kann und immer nur die Waffe einsetzen darf, die er kurz zuvor eingesammelt hat. Zusammen mit den bockschweren Bosskämpfen ist man deshalb mehr als einmal versucht, die PSP frustriert in die Ecke zu pfeffern. Lange wird sie da aber nicht liegen, denn irgendwann packt einen wieder der Ehrgeiz, das scheinbar Unmögliche zu schaffen und die holde Maid zu befreien ... Ach, Nostalgie kann doch so schön sein.

Gerd Hilber/Teleschau TELESCHAU

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