"WWE SmackDown! vs. RAW 2007" Pack die Badehose ein


Zum Thema Wrestling gibt es nur zwei Einstellungen: cool und hirnverbrannt. Wer mit dem überdrehten Faust-Spektakel nichts anfangen kann, darf "WWE SmackDown! vs. RAW 2007" komplett ignorieren. Die Cool-Fraktion, die zudem eine PS2 oder Xbox 360 besitzt, kann sich hingegen auf eine gute und extrem abwechslungsreiche Wrestling-Simulation freuen.

Millionen US-Zuschauer sitzen Woche für Woche vor der Flimmerkiste und werden Zeugen, wie sich muskulöse Typen in abgefahrenen Klamotten "verdreschen". Was sich anhört wie eine Endlos-Wiederholung des Kino-Klassikers "The Warriors", ist in Wirklichkeit eine Sportart: Wrestling. Aufgeklärte Europäer wissen natürlich, dass sich die Typen die Hucke nur zur Show voll hauen und die Duelle im Ring niemals so ausgehen wie bei MTVs "Celebrity Deathmatch". Dieses Wissen hält Fans aber nicht davon ab, sich die Freizeit seit Jahren mit Wrestling-Simulationen zu vertreiben. Die Hochzeit ist zwar schon lange vorbei, vereinzelt tröpfeln aber neue Games aus dem Entwickler-Himmel. Allen voran die jeweils aktuellsten Spiele aus der "WWE Smackdown!"-Reihe.

Die beste Nachricht für alle Wrestling-Fans unter den Xbox 360-Gamern: Vorbei die Zeiten, in denen sie sich mit "Frauen-Ringen" à la "Rumble Roses XX" begnügen mussten. "WWE SmackDown! vs. RAW 2007" bringt das echte Wrestling-Feeling auf die Microsoft-Konsole. Wichtigstes Merkmal ist die überarbeitete Steuerung. Anstatt seinen Gegner im Ring durch Drücken eines Buttons zu greifen, löst der Spieler solche Grappling-Moves nun per rechtem Analog-Stick aus. Gut: Je nachdem in welche Richtung der Stick bewegt wird, zaubert der Xbox-360-Wrestler einen anderen Move aus dem Hut. Diese Art der Steuerung ist zu Beginn zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch spätestens nach einer Hand voll Fights geht sie - im wahrsten Sinne des Wortes - locker von der Hand.

Auf Seiten der spielbaren Charaktere stehen alle mehr oder minder bekannten Wrestler zur Verfügung, wenngleich der Kader aufgrund des schnelllebigen Biz nicht ganz up to date ist. Wer keine Lust darauf hat, als Triple H, Edge oder Jillian Hall zu kämpfen, und selbst in den Ring steigen will, freut sich über den gewohnt umfangreichen Charakter-Editor. Spieler, die ein wenig Zeit investieren, können mit diesem Werkzeug extrem coole Wrestler designen. Anpassen lassen sich aber auch Umkleidekabine, Moves und die Art des Einmarsches. Selbst die Plakate, die die Zuschauer in den Händen halten, dürfen ausgewählt werden.

Fast so groß wie die Anzahl der spielbaren Original-Wrestler ist die Auswahl der Spielmodi. Angefangen bei diversen Einzelspieler- und Tag-Team-Varianten über "Royal Rumble"-Turniere mit 30 Teilnehmern bis hin zu "Main Events" wie "Backstage Brawls", "Elimination Chamber" und "Money in the Bank" - nur wenige Games bieten mehr Abwechslung. Dazu kommen noch die drei Karrieremodi "Season", "General Manager" und "PPV". Wer sich für dieses Game entscheidet, kann sich schon einmal auf wochenlangen Spielspaß einstellen. Die Belohnung folgt in Form freischaltbarer Extras, darunter Wrestling-Legenden wie Tazz.

WWE SmackDown! vs. RAW 2007

Hersteller/Vertrieb

Yuke's/THQ

Genre

Sport

Plattform

PlayStation2, PSP, Xbox 360

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Die Grafik ist auf der Xbox 360 außerordentlich gut, die Animationen der Kämpfer und Schweißtropfen fließend. Besonders bei den in Zeitlupe dargestellten Signature- und Finishing-Moves fällt auch die detaillierte Optik der Wrestling-Profis auf, die ihren realen Vorbildern zum Verwechseln ähnlich sehen. Ebenfalls überzeugen können die Zuschauermassen, die ständig in Bewegung sind und dem Ganzen eine gewisse Dynamik verleihen. Xbox-360-Gamer können sich auch auf "Xbox Live" austoben und bis zu drei anderen Online-Gamern Stühle, Leitern und andere Objekte über die Birne ziehen ...

Artur Hoffmann/Teleschau TELESCHAU

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker