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"X-Plane 9": Die Welt hat 60 Gigabyte

Fliegen, wohin man will: "X-Plane 9" legt Hobby-Piloten die Welt zu füßen - vorausgesetzt, sie haben ausreichend viel Speicherplatz auf ihrer Festplatte.

Sie enthalten die gesamte Welt als Spielwiese - inklusive akkurater Positionen von Flughäfen, Städten, Flüssen und Funkfeuer-Stationen. Während der Installation dürfen geneigte Hobby-Piloten sich auf einer Weltkarte aussuchen, in welchem Bereich sie am liebsten ihre Runden drehen möchten. Klickt man hier auf "alles", so packt das Programm satte 60 Gigabyte (!) Daten auf die Festplatte. Wer sich beispielsweise mit Mitteleuropa und dem Nordwesten der USA begnügt, reduziert das Volumen auf fünf Gigabyte.

Abgesehen von dieser Speicherplatz-Orgie waren die Entwickler bei "X-Plane 9" eher konservativ und blieben dem Konzept der Reihe treu. Was bedeutet: Bis zur kleinsten Schraube wird alles pingeligst genau simuliert: Aerodynamik, Scherwinde, Thermik ...

Schon beim ersten Start des Programms merkt man: Hier wirft gerade eine ernsthafte Flugsimulation ihre Turbinen an. Menü-Bildchen, Intro-Videos, Trainings-Programme mit geschwätzigen Fluglehrern? Solche Spielereien überlässt Laminar Research der ewigen Konkurrenz, dem "Microsoft Flight Simulator". Stattdessen setzt "X-Plane 9" auf Fliegen in Reinkultur. Bildschirmfüllende Instrumenten-Tafeln mit Dutzenden von Anzeigen und Knöpfchen (die auch allesamt ausfallen können!) lassen die Freunde der instrumentengesteuerten Fliegerei frohlocken.

Wer mag, kann einen kompletten Nacht-und-Nebel-Flug in einer Boeing 747 durchführen, geleitet nur von Funkfeuern, GPS und Bordinstrumenten. Schönwetter-Piloten hingegen schnappen sich eine Cessna 172 oder einen der Hubschrauber und genießen das perfekte Flugverhalten und die wechselnden Wetterverhältnisse bei einem Flug über ihre Heimatstadt. Wer's etwas actionlastiger mag, versucht sich an einer Landung auf einem Flugzeugträger - und jagt anschließend seine F4-Phantom per Katapultstart wieder in den virtuellen Himmel. Ein echter Höhepunkt dürfte jedoch der Wiedereintritt mit dem Space-Shuttle in die Atmosphäre sein ...

Die Qualität der Grafik hängt dabei stark von der verfügbaren Rechenpower ab. Wer einen High-End-Rechner besitzt, darf alle Effekte mit zum Anschlag aufdrehen und sich über eine fast fotorealistische Landschaft freuen. Aber auch auf älteren PCs läuft "X-Plane 9" noch erfreulich schnell und ansehnlich. Wichtiger als reine Rechenkraft ist allerdings ein guter Flug-Joystick, am besten in Kombination mit Schubhebel und Ruderpedalen.

X-Plane 9

Hersteller/Vertrieb

Laminar Research / Graphsim/Application Systems

Genre

Simulation

Plattform

PC

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Eine entscheidende Frage: Lohnt sich "X-Plane 9" für Besitzer der Vorgänger-Version? Die Neuauflage bietet zusätzliche Flugzeuge wie die exotische Piaggo P180 oder einen trendigen Mini-Jet von Cirrus sowie die gesamte Welt als Spielplatz. Die restlichen Änderungen bewegen sich dagegen eher im Bereich kleiner Detailverbesserungen. Wer die "X-Plane"-Reihe noch nicht kennt, an seinem PC, Mac oder Linux-Rechner abheben möchte und bereit ist, sich mit einer anspruchsvollen, realistischen Flugsimulation zu beschäftigen, für den ist "X-Plane 9" eine gute Wahl. Das Programm kommt zwar etwas spartanisch daher, ist aber im Kern die derzeit beste zivile Flugsimulation auf dem Markt, die von der Fangemeinde über das Internet ständig erweitert wird.

Jan Mandler/Teleschau / TELESCHAU
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.