Computerschach Kasparow trotzt Fritz X3D ein Unentschieden ab


Der Wettstreit zwischen Schachgroßmeister Gerri Kasparow und dem Schachprogramm Fritz X3D ist ohne Sieger zu Ende gegangen.

Der Wettstreit zwischen Schachgroßmeister Gerri Kasparow und dem Schachprogramm X3D Fritz ist am Dienstag ohne Sieger zu Ende gegangen. Das vierte und letzte Spiel im Wettkampf "Mensch gegen Maschine" endete mit einem Remis. Und so ausgeglichen war auch das gesamte Kurzturnier: Schon im ersten Spiel am vergangenen Dienstag gab es ein Remis, das zweite am Donnerstag gewann der Computer, das dritte am Sonntag dann Kasparow. Das Unentschieden bringt Kasparow 175.000 Dollar, 200.000 Dollar wären es bei einem Sieg gewesen, 150.000 Dollar bei einer Niederlage.

Züge per Spracheingabe

Es war das erste offiziell anerkannte virtuelle Schachturnier. Die Internationale Vereinigung für Computerspiele (ICGA) und der Schachverband der USA (USCF) gab dem Match als erste offizielle Schachweltmeisterschaft in der virtuellen Realität ihre Zustimmung. Kasparow trat dabei gegen das erstmals vor zwölf Jahren entwickelte Schachprogramm Fritz an, das die Firma X3D Technologies zum virtuellen 3D-Spiel X3D Fritz weiterentwickelt hat. Dabei hängt das Schachbrett auf dem Computermonitor gewissermaßen in der Luft. Kasparow kann es mit einer 3D-Brille vor den Augen über einen Joystick in die gewünschte Position bringen. Seine Züge spricht er in ein Mikrofon, eine Spracherkennung gibt die Daten an die Schachsoftware weiter.

In dem ungleichen Duell "Mensch gegen Maschine" hat der 40-Jährige bereits drei Runden absolviert: 1996 gewann er gegen den IBM-Computer "Deep Blue". 1997 verlor er gegen eine technisch verbesserte Version von "Deep Blue". Anfang dieses Jahres erreichte Kasparow ein Remis gegen das israelische Schachprogramm "Deep Junior".

DPA

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