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Drahtlose Netzwerke: Drahtlos drin

In Hamburg startet ein kostenloses Bürgernetz für die öffentliche Internet-Nutzung per Funk. Ein Vorbild für andere Städte?

Von tutenden Schleppern bugsiert, ziehen Containerschiffe an den großen Restaurant-Fenstern vorbei. Möwen jagen im aufgewühlten Elbwasser nach Fischen. Hanseatischer geht's nicht. Im Hamburger Restaurant »Au Quai« treffen sich die Reichen und die Wichtigen, um Geschäfte zu machen. Beluga Kaviar steht das Gramm für zwei Euro auf der Karte. Der Rotwein Château Pavie Decesse St. Emilon Grand Cru (1982) kommt auf 230 Euro die Flasche. Doch sogar hier gibt es neuerdings etwas gratis: einen Internetzugang per Funk, mit dem die Gäste in der Mittagspause E-Mail abrufen oder Aktienkurse im Netz prüfen können.

»Hamburg ist always on«


Das Edelrestaurant am Elbufer ist einer von rund 30 »Hot Spots«, die von diesem Wochenende an allen Bürgern und Gästen der Hansestadt einen kostenlosen, drahtlosen Zugang ins Internet bieten. Der Stadtstaat will so seinen durch Pleiten und Unternehmensabgänge ramponierten Ruf als deutsche Multimedia-Hauptstadt aufpolieren. »Hamburg - die Stadt, die niemals schläft - ist always on«, erklärt Uwe Jens Neumann von der Standort-Initiative Hamburg@work, die das Projekt erfunden hat. Die Vereinigung wird von der Stadt sowie 300 Unternehmen aus der »digitalen Wirtschaft« getragen.

Kann jeder tragen, passt in jede Tasche


W-LAN oder »802.11« wird die Technologie genannt, die das Surfen per Funk möglich macht: Die Abkürzung steht für »Wireless Local Area Network«, also drahtloses lokales Computernetzwerk; das Zahlenkürzel ist die Bezeichnung der dazugehörigen technischen Norm. W-LAN ist gerade der heißeste Trend in der Computerindustrie: Wann immer ein tragbarer PC oder ein Taschencomputer mit einer W-LAN-Karte ausgestattet wird, kann er eine entsprechende Basisstation anfunken, die ihn mit dem Internet verbindet. Bis zu 100 Meter weit reichen die Funknetze, die derzeit in vielen Firmen aufgebaut werden, aber auch im Einfamilienhaus das Strippenziehen überflüssig machen können.

Doch der Trend ist erst am Anfang: Bislang haben vor allem Geschäftsleute in ihrem Notebook die nötige W-LAN-Karte eingebaut; also bieten vor allem Flughäfen, Business-Hotels oder Messe-Veranstalter ihren Gästen die Möglichkeit, sich per Funk ins Internet einzuwählen - fast immer gegen Gebühr. In den USA will ein Konsortium aus den Computerfirmen IBM, Intel und der Telefongesellschaft AT&T das riesige Land bis 2004 mit Zehntausenden W-LAN-Zugängen überziehen.

Bis zu 250 Hotspots entstehen in Hamburg Die Basisstationen der Hamburger Hot Spots sind über einen T-DSL-Anschluss der Telekom mit dem Internet verbunden. Szene-Cafés, ein Sushi-Restaurant, aber auch die größte städtische Bücherhalle stehen mit auf der Liste, die unter www.hamburg-hotspot.net abrufbar ist. Das öffentliche Foyer des Gruner+Jahr-Verlagsgebäudes, wo der stern entsteht, gehört ebenfalls dazu. Bis zum Ende des kommenden Jahres sollen insgesamt 200 bis 250 Hot Spots die zentralen Stadtteile versorgen. Bei der ersten Benutzung muss man sich aus rechtlichen Gründen zwar registrieren, doch der Zugang ist kostenlos.

Träumen vom Idealfall Vorbild für andere Städte soll das bundesweit einmalige Hamburger Konzept sein. Die laufenden Kosten von etwa 50 Euro pro Hot Spot monatlich trägt der Gastronom oder die Institution, in der das Gerät steht. Das soll sich, so die Idee, etwa für Bars lohnen, weil der Gast beim kostenlosen Surfen länger bleibt und dabei ein paar Cappuccinos mehr trinkt. »Im Idealfall würde ein flächendeckendes System deutsche Städte mit Hot Spots überziehen«, hofft Uwe Jens Neumann.

Jede Woche fünf neue Hotspots in Deutschland In Ansätzen ist diese Vision bereits erkennbar. Dieter Kneffel von der Nürnberger Firma MoPilot.com sammelt auf seiner Website (mobileaccess.de) die Adressen und Zugangsdaten von W-LAN-HotSpots in ganz Deutschland. Etwa 300 hat er schon aufgelistet - von kostenlosen Bürgernetzen wie dem »Berlin-Neukölln-Network« über »Christians Hotspot« in Marburg bis zum Flughafen München. Jede Woche kommen fünf neue hinzu.

Wer will beim Kaffetrinken surfen? Wie sich der kostenlose Internetzugang in Hamburg durchsetzt, hängt allerdings nicht nur davon ab, ob die teilnehmenden Restaurants tatsächlich so sehr von den surfenden Kunden profitieren, dass sich die Hot-Spot-Kosten bezahlt machen. Es geht auch darum, ob überhaupt jemand lieber im Restaurant ins Internet geht, als sich dort in Ruhe mit Freunden zum Essen oder auf einen Kaffee zu treffen.

Dirk Liedtke / print
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.