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Messe: "Systems" in München eröffnet

Die Computermesse Systems hat in München ihre Türen für die Besucher geöffnet. Bis kommenden Freitag zeigen rund 1300 Firmen ihre Neuheiten. Das sind etwa 300 weniger als im vergangenen Jahr.

Die Computermesse Systems hat in München ihre Türen für die Besucher geöffnet. Bis kommenden Freitag zeigen rund 1300 Firmen ihre Neuheiten aus Informationstechnologie und Telekommunikation. Das sind etwa 300 weniger als im vergangenen Jahr.

Trotz des erneuten Ausstellerrückgangs hatten zahlreiche kurzfristige Anmeldungen in den vergangenen Wochen die Hoffnung auf einen Aufschwung nach der High-Tech-Krise gestützt. Der Branchenverband BITKOM rechnet für das kommende Jahr wieder mit anziehenden Wachstumsraten. Präsident Willi Berchtoldhat forderte die Unternehmer auf der Systems zu mehr Mut auf: "Wir brauchen wieder Menschen, die bereit sind, aus der Deckung zu kommen und volles Risiko zu gehen".

Talsohle durchschritten

BITKOM rechnet für das kommende Jahr wieder mit anziehenden Wachstumsraten. Für Westeuropa geht der Verband von einem Marktvolumen von 609 Milliarden Euro aus, das sind 3,1 Prozent mehr als in diesem Jahr. In Deutschland wird ein Umsatzplus von 2,2 Prozent erwartet. Nach Einschätzung von Branchenvertretern bleiben Mobile Dienste der große Wachstumsmarkt im Telekommunikationsbereich. Als Beispiel wurden Handys mit eingebauter Kamera genannt. Im ersten Halbjahr 2003 seien mit weltweit 25 Millionen Geräten erstmals mehr Kamera- Handys als Digitalkameras verkauft worden. Diese könnten auch zum Renner im Weihnachtsgeschäft werden: Ende 2003 würden die Hälfte der in Deutschland verkauften Mobiltelefone über eine Kamera verfügen.

Auch Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) sieht gute Chancen für einen Aufwärtstrend. Das schlimmste sei überstanden, die Zeichen zeigten wieder nach oben, sagte er am Sonntagabend bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung. Sorgen bereite derzeit allerdings die nach wie vor schwache Inlandsnachfrage.

Vorsichtiger Optimismus

Auch der Software-Hersteller Microsoft sieht ein Ende der Krise in der Computerbranche. "Die Talsohle ist durchschritten, wir sehen Licht am Horizont", sagte Wolfgang Ebermann, Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Das Unternehmen stellt auf der Systems seine neue Software Microsoft Office System vor.

Die Computermesse Systems ist nach der CeBIT das zweitgrößte Branchentreffen. Zu den Schwerpunkten gehören dieses Jahr neben dem neuen Mobilfunkstandard UMTS und mobilen, breitbandigen Anwendungen die Sicherheit der Informationstechnik (IT) und durchgängig vernetzte Geschäftsprozesse. Die Messe richtet sich vor allem an die beiden Zielgruppen Mittelstand und IT-Entscheider. Bereits im vergangenen Jahr waren nach Veranstalterangaben rund 63 Prozent aller Besucher aus dem Mittelstand gekommen. Die Messe München rechnet angesichts der abermals gesunkenen Ausstellerzahl mit weniger Besuchern als im Vorjahr, wollte aber zunächst noch keine konkreten Schätzungen abgeben.

DPA
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