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PC-Software: Slay: Volles Risiko

Klone des Brettspiels "Risiko" gibt es reichlich. Aber keiner ist so gut wie das aus England stammende "Slay". Der extrem beliebte Klassiker wurde nun endlich komplett überarbeitet und um viele neue Funktionen erweitert.

Klone des Brettspiels "Risiko" gibt es reichlich. Aber keiner ist so gut wie das aus England stammende "Slay". Der extrem beliebte Klassiker wurde nun endlich komplett überarbeitet und um viele neue Funktionen erweitert. So lassen sich inzwischen auch eigene Landkarten zeichnen, die dann im Netzwerk-Spiel ausprobiert werden können.

Bis zu sechs Spieler gehen gemeinsam bei "Slay" an den Start, um sich beim Kampf um fremde Ländereien gegenseitig die pixeligen Köpfe einzuschlagen. In der Testversion stehen drei verschiedene Inselreiche bereit, die sich in der Vorschau sichten und dann bei Gefallen laden lassen. Zu Beginn einer neuen Partie werden die Landstriche auf der ausgewählten Insel nach dem Zufallsprinzip unter den Teilnehmern verteilt. Die Sechsecke, aus denen sich das Inselreich zusammensetzt, werden dann in der Farbe der jeweiligen Spieler eingefärbt.

Jeder braucht Soldaten

Berühren sich mindestens zwei gleichfarbige Sechsecke, so platziert das Programm eine kleine Strohhütte auf einem der Felder. In der ersten Runde weht dann gleich eine blaue Fahne über der Hütte. Sie weist darauf hin, dass die Ländereien genug Geld pro Runde abwerfen, um einen neuen Soldaten zu finanzieren. Ein Mausklick auf die Hütte reicht aus, um rechts in einem Statusfenster die Anzahl der Soldaten einzublenden, die der Spieler ganz simpel per Drag and Drop auf den angrenzenden Feldern verteilen darf. Die Soldaten machen auf dem Bildschirm zunächst einen animierten Hampelmann. Das bedeutet, dass sie sich in der aktuellen Runde noch aktiv einsetzen lassen. Möglich ist es dabei etwa, die Figur auf einem unbewachten Nachbarfeld in einer anderen Farbe zu platzieren. Dieses Feld wechselt dann sofort zur eigenen Farbe über. Für die Spielfigur ist der Zug dann bereits vorbei. Je mehr Felder unmittelbar aneinander hängen, umso mehr Geld schüttet das Areal pro Zug aus. Das bedeutet auch, dass sich der Spieler teurere und bessere Soldaten leisten kann.

Slay 4.0b

System

ab Windows 98

Autor

Sean O'Connor

Preis

20 engl. Pfund

Sprache

Englisch

Dateigröße

0,5 MB

1 Soldat + 1 Soldat = 1 Speerträger

Zieht der Spieler zwei Soldaten aufeinander, fusionieren sie zu einem Speerträger. Der ist in der Lage, feindliche Soldaten und Hütten platt zu machen. Aber wie besiegt man dann wiederum den Speerträger? Dazu muss man einen Soldaten und einen Speerträger zu einem Ritter zusammenbringen. Der Ritter ist auch dazu in der Lage, Burgtürme einzureißen, die sich errichten lassen, um das eigene Territorium besonders gut abzusichern. Ein Ritter und ein weiterer Soldat ergeben übrigens einen Ritter mit Schild. Der wiederum ist dazu in der Lage, einen normalen Ritter aus dem Sattel zu stürzen. Das Problem: Die edlen Kämpfer kosten Geld, viel Geld. Ein geschickt agierender Gegner muss gar nicht selbst gegen die Ritter kämpfen. Er trennt stattdessen das Territorium des Gegners in zwei Hälften auf, die auf einmal viel zu klein sind, um die Ritter zu bezahlen. Die gehen prompt ein, weiße Kreuze auf dem Schirm zeugen im nächsten Zug von der Niederlage.

Zug um Zug

"Slay" wird zugbasiert gespielt. Das bedeutet: Der Spieler tätigt alle seine Züge, bis keine Fahnen mehr wehen und keine Soldaten mehr den Hampelmann machen. Dann sind die Gegner dran. Anschließend muss der Spieler schauen, welchen Schaden die Kontrahenten angerichtet haben. Gelingt es dem Spieler erst einmal, wirklich strategisch zu denken, seinen Rücken und die Flanken abzusichern, um dann nur noch einen Einfrontenkrieg zu führen, so kann es recht schnell geschehen, dass sich der wund geschlagene Gegner vor der Zeit ergibt. Die Runde geht dann an den Spieler.

Für Kinder: Symbole statt Figuren

In der Testversion lassen sich einige Neuerungen der Version 4.0b bereits ausprobieren. So ist es möglich, zwischen drei Themensets hin und her zu wechseln. Sie ändern die Optik des Spielbrettes und verwenden in der Kinderversion etwa nur noch Symbole anstelle der Soldatenfiguren, um so etwas friedfertiger zu wirken. Auch die Farben des Spielbretts lassen sich gezielt per Menübefehl verändern. Besonders interessant ist der Pastellfarbenmodus. In der Vollversion kann der Spieler bereits weit über 50 Inselreiche ausprobieren, die zum Teil überaus komplex ausfallen. Die neue Version bietet auch zusätzliche Landkarten an, die etwa genau den Katenwerken von England, Amerika oder Australien entsprechen. Besonders gelungen ist freilich der Umstand, dass sich die Vollversion auch im Netzwerk oder über das Internet spielen lässt.

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Carsten Scheibe
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