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PROGRAMMHINWEIS: Pilzdiebe unterwegs

Programm: Die Völker 2: Herr der Pilze

System: Windows 95/98/ME

Autor: JoWooD

Preis/Sprache: Freeware/Deutsch

Dateigröße: 3660 kb

Im März veröffentlicht JoWooD das Computerspiel »Die Völker 2«. Um die Wartezeit bis dahin zu überbrücken, erfreut sich die Online-Gemeinde bereits im Januar am Freebee »Herr der Pilze«. Das Ködern mit Gratis-Vorabspielen wird fast schon zur Tradition in der Branche.

Erst war da das »Moorhuhn«, das arglos über den Bildschirm flatterte und mit kundiger Hand abgeknallt wurde. Das Werbespiel für Johnnie Walker Whiskey gewöhnte Millionen PC-Anwender daran, schnelle und bunte Mittagspausenspiele geschenkt zu bekommen. Zahlreiche Werbespiele wie die »Vampirjagd« oder der »BikeFlyter« folgten dem neuen Trend, von unzähligen Moorhuhn-Klonen ganz zu schweigen.

BlueByte sorgte dann im Herbst 2000 für eine Neuerung. Sie verschenkten das amüsante Spiel »Hiebe für Diebe«, um so in allen Online-Foren auf das kommerzielle Spiel »Siedler III« aufmerksam zu machten. Der Clou glückte – das Spiel um digitale Ohrfeigen für angreifende Wikinger wurde zum Kult im Netz. Jetzt zieht JoWooD nach. Passend zum Spiel »Die Völker 2«, das im März erscheinen soll, wurde das Freebee »Herr der Pilze« zum Download freigegeben.

Im DirectX-Spiel bewacht der Anwender ein paar Pilze und schaut ihnen beim Wachsen zu. Währenddessen machen sich hungrige Vögel, Außerirdische in fliegenden Untertassen und riesige blaue Monster daran, das Pilzaufkommen zu dezimieren. Im ersten Level wirft der Spieler noch mit unhandlichen Metallkugeln um sich, um die Angreifer mit pochender Migräne wieder nach Hause zu schicken. Nachdem die Spielzeit heruntergezählt ist, gibt es Punkte für die verbleibenden Pilze und die erlegten Invasoren. Die Punkte lassen sich in einem Shop gleich wieder investieren. Hier stehen zahlreiche Waffensysteme bereit, die sich einkaufen und im Folgelevel gleich verwenden lassen.

»Herr der Pilze« ist nett zu spielen, erinnert aber ein bisschen zu sehr ans Moorhuhn, um wirklich originell zu sein. Trotzdem: Sammler der Gratis-Werbespiele werden auch an diesem Spiel nicht vorbeikommen.

Carsten Scheibe