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Scheibes Kolumne: Digitales Schläfchen

stern.de-Kolumnist Scheibe schläft gern - wenn er nur die Zeit dafür fände. Ab sofort befindet er sich im eigenen digitalen Schlaflabor und lässt seine Nachtruhe vom iPhone überwachen.

Ich kriege seit Jahren zu wenig Schlaf. Ewig komme ich wegen der Arbeit oder aufgrund meiner Pokersucht viel zu spät ins Bett. Morgens klingelt dann unerbittlich der Wecker: Die Kinder müssen in die Schule. Aus diesem Grund halte ich es wie die Soldaten: Wann immer nix zu tun ist, halte ich sofort ein Schläfchen. Man weiß ja nie, wann sich wieder die Zeit dafür findet. Als Beifahrer bin ich nur schlafend zu genießen, selbst in der New Yorker U-Bahn auf dem Weg durch Harlem bin ich eingeschlafen. Und in Florida habe ich einmal eine Wette gewonnen, dass ich es binnen fünf Minuten schaffen würde, sitzend auf einem Stuhl einzuschlafen. Kein Problem.

Schlafen finde ich toll. Ich gönne mir auch gern einmal ein Powernapping im Büro. Füße auf den Schreibtisch, Kopf in den Nacken - so kann man herrlich knacken. Nach zehn Minuten Stuhlgesäge bin ich wieder halbwegs frisch und kann die Arbeit wieder aufnehmen. Zu dumm, dass mich ausgerechnet immer meine Kinder in dieser Stellung erwischen. Sie erzählen in der Schule: Unser Papa, der arbeitet gar nicht. Der schläft den ganzen Tag.

Denkste. Zurzeit bin ich bedingt durch die Ferien wieder in einem ganz blöden Rhythmus. Ich gehe erst um zwei Uhr ins Bett, lese dann noch im 1200-Seiten-Wälzer "Die Arena" von Stephen King und kriege gerade mal vier Stunden Schlaf, bevor ich völlig matschig in der Birne um sechs schon wieder geweckt werde.

Das iPhone im Bett

Aber ich hab etwas ganz Neues für mich entdeckt. Momentan nehme ich eh immer das iPhone mit ins Bett, weil ich morgens nach dem Aufstehen auf die Waage steige und mein Gewicht in der Gratis-App iLoseWeight festhalte. Zwar zeigt die Gewichtskurve nach dem Wechsel von echter Cola zu Cola Zero noch nicht drastisch nach unten, aber es ist ja der Wille, der zählt.

Da ich das iPhone eh schon auf dem Nachtschrank hatte, stieg meine Bereitschaft dazu, mir auch noch die aktuelle Nummer-1-iPhone-App Sleep Cycle Alarm Clock 2.0 zuzulegen. Die 79 Cent-App fungiert als Biowecker. Das Programm überwacht meinen Schlaf, um mich dann nicht aus dem Tiefschlaf heraus zu wecken, sondern erst dann liebliche Naturklänge abzuspielen, wenn ich eh schon kurz vor dem Aufwachen stehe. In diesem Fall soll ich anschließend erholter und frischer sein.

Viele Bewegungen stehen für Traumphasen

Sei es drum. Viel interessanter finde ich die Technik, die hinter der App steht. Nach einer kurzen Kalibrierung lege ich das iPhone eingeschaltet und mit dem Glas-Display nach unten neben mir ins Bett. Nachts registriert das iPhone mit seinem feinen Bewegungssensor, ob ich mich viel im Bett bewege oder aber ruhig liege. Viele Bewegungen stehen für Traumphasen, keine Bewegungen für einen erholsamen Tiefschlaf. Eigentlich sollen diese Fakten nur für die Weckfunktion erhoben werden. Ich finde es aber viel spannender, mein eigenes Schlaflabor im Haus zu haben. Jeden Tag zeichnet die App mir nun ein passendes Diagramm auf den Schirm, das ich dann am Frühstückstisch vor der ganzen Familie auswerte. "Guck mal, vier Stunden reiner Tiefschlaf", sag ich dann. "Kein Wunder, so wie du schnarchst", sagt meine Tochter. Oder ich sage: "Mensch, zwei fette Traumphasen in einer Nacht. Und der Wecker hat genau in einer der Phasen geklingelt. Deswegen fühle ich mich auch so gut heute morgen."

Die einzelnen Protokolle hebe ich mir im iPhone auf. Ich möchte zu gern sehen, wie sie sich verändern, wenn ich mal acht Stunden Schlaf am Stück bekomme. Bis es so weit ist, pegele ich meine Powernapping-Pausen aus. Das klappt leider gar nicht: Heute wäre mir dabei fast das iPhone vom Bauch gefallen.

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.