HOME

Scheibes Kolumne: Mein iPhone ist voll!

stern.de-Kolumnist Scheibe weiß nicht mehr weiter: Sein iPhone ist "voll". Auf den elf Seiten, auf denen sich die Apps platzieren lassen, ist kein einziges Fitzelchen Platz mehr frei. Wie konnte es Apple nur so weit kommen lassen? Und wie umgeht man die Beschränkung auf elf Seiten?

"Du und dein schwules iPhone!" Das muss ich mir den ganzen lieben langen Tag von meinen Freunden anhören. Und warum? Weil mein iPhone in einer rot-schwarzen Schutzhülle steckt, die es vor Kratzern bewahrt. Kein Rosa. Ein männliches Rot-schwarz. Aber anscheinend darf von außen gar keine Farbe an das klavierlackschwarze iPhone gelangen. Dann ist es eben mein schwules iPhone.

Ich hab es ja auch lieb. Auf keinem meiner Wege darf es jetzt mehr fehlen, immer ist es mit dabei. Ich nutze es als Wecker, höre unterwegs Musik und verwende es als ständiges Navigationssystem im Auto. Habe ich irgendwo ein paar Minuten Zeit, spiele ich Poker, schaue mir die Xing-Neuigkeiten aus meinem Netzwerk an oder lese die aktuellen Nachrichten von Stern, Focus, Handelsblatt und BZ. Viel Spaß macht es auch, von unterwegs aus den aktuellen Stand meiner Konten abzufragen (wenn das Finanzamt nicht gerade wieder dran war) oder zu schauen, was die Google-Werbung auf meinen Homepages in den letzten Tagen eingebracht hat (mal einen Euro, mal zwei, selten auch mal mehr, häufiger eher weniger).

Damit ich all diese Funktionen nutzen kann, brauche ich Apps. Viele sind umsonst, noch mehr kosten aber Geld. Inzwischen gebe ich richtig viel Geld für Apps aus. Die Preise zwischen 0,79 Cent und 4,99 Euro sind aber auch weiterhin echte Mitnahmepreise. Da überlege ich nicht lange, ob ich den Schnäppchenführer brauche, wirklich SimCity spiele oder den perfekten Wetterbericht benötige: Ich kauf's einfach ein. Tatsächlich sind mir einige meiner Spontan-App-Käufe so ans Herz gewachsen, dass ich ohne sie nicht mehr leben kann.

HappyDayz! zeigt mir die nahenden Geburtstage der Freunde, der Duden ist immer ein weiser Ratgeber in der (Schreib-)Not. G-Park zeigt mir, wo mein Auto steht, Kino.de weiß alles über Filme und teXXas kennt sogar das Fernsehprogramm. Lieferservice erlaubt es mir, eine Pizza per Fingerdruck zu bestellen und mit DasÖrtliche finde ich alles und jeden. Dict.cc hilft bei Übersetzungen ins Englische und Birdie verwaltet auf dem Golfplatz den Score und rechnet mein neues Handicap aus. Da ich viel zu oft geblitzt werde, ist der Bußgeldrechner eine wichtige App für mich. Blitzt es wieder einmal, kann ich sofort ausrechnen, ob die Pappe weg ist. Shazam zeigt, wer im Radio singt, iFart Alert! bringt das iPhone zum Knattern und der Orientzyklus enthält alle Kara-Ben-Nemsi-Romane von Karl May - falls der Aufenthalt im Wartezimmer eines Arztes doch einmal etwas länger dauert. Der mobileTicker hält mich über alle News aus der Apple- und iPhone-Welt auf dem Laufenden. Und mit dem AppMiner finde ich Apps, die gerade billiger geworden sind. Hinzu kommen noch ein paar Dutzend Spiele.

Das Problem, das mich momentan mehr beschäftigt als ein angedachter Umstieg auf Windows 7, zahlungssäumige Kunden oder ein ewig meine Frühstückspausenstulle anbettelnder Bürohund: Mein iPhone ist jetzt voll. Nicht unbedingt vom Platz her. Da sind bei 32 GB Kapazität wegen meiner Musik und ein paar Kinofilmen noch sagenhafte 1,5 GB frei. Mir geht es um die Apps. Elf mickrige Seiten stellt Apple im iPhone zur Verfügung. Das sind 4x4x11 installierbare Apps, also 176 Apps. Heruntergeladen aus dem AppStore habe ich bereits 214. Leider musste ich viele wieder vom iPhone entfernen. Warum? Na, weil der Platz nicht reicht. Jetzt stehe ich aber an dem Punkt, an dem ich ALLE noch auf dem iPhone vorhandenen Apps auch gern weiter nutzen möchte. Zugleich erscheinen aber täglich neue Apps, die äußerst vielversprechend klingen und definitiv ein Plätzchen auf meinem iPhone verdient haben. Wie kann Apple denn die Anzahl der Icon-Seiten auf lumpige 11 beschränken? Das ist doch kontraproduktiv. 100.000 Apps gibt es jetzt schon im AppStore, 2010 sollen es bereits 300.000 sein. Darf ich im App-Karrussel nicht mehr mitfahren, weil mein doofes, schwules iPhone voll ist? Kauf dir ein zweites, schlägt Schwager Ingo vor. Na super. Besser wäre es, Apple würde die Beschränkung aufheben. Dann könnte der Konzern ganz leicht noch mehr Apps verkaufen.

Ja, ich weiß: Das iPhone fasst auch ohne Tricks mehr als 176 Apps. Die übrigen, die nicht mehr mit angezeigt werden, lassen sich über die Suche aufspüren und starten. Das finde ich doof, weil dann müsste ich mir ja auch die Namen aller Apps merken.

Im Web lese ich, dass es einen Trick gibt, um von 11 auf 14 Seiten zu kommen. Man stellt einfach ein System-Icon wie etwa die Sprachmemos an die allerletzte Stelle auf Seite 11 und füllt dann alle verbleibenden Plätze auf. Wenn man dann ein neues App lädt, wird ja theoretisch das Icon für das Sprachmemo aus der Ansicht herausgeschoben. Und weil das bei einem System-Icon nicht sein darf, würde das iPhone eben "zwangsweise" eine neue Seite aufmachen. Geht aber nicht. Diesen Trick könne man wiederholen, so heißt es online, bis zur Seite 14. Sobald ich das aber versuche, springt das Icon von der letzten Stelle irgendwo in die Mitte aller Seiten und stattdessen verschwindet eine normale App. Dieser Kniff ist also für die Katz. Das liegt vielleicht an der neu aufgespielten Betriebssystem-Version 3.1.

Damit ich mir auch in Zukunft neue Apps kaufen kann, brauche ich ganz schnell eine Lösung. Ich wünsche mir eine App, die neue Seiten anlegen kann - auch ohne Jailbreak. Oder die Ordner anlegt, in denen sich dann beliebig viele App-Icons verwalten lassen. Ein alternativer Desktop wäre auch nicht übel. Bis es so weit ist, überlege ich fieberhaft, welches meiner Babies ich jetzt im Stich lassen und löschen muss. Damit neue Kinder auf das iPhone passen.

Hinweis: Ausführliche App-Kritiken finden Sie in meinem Stern-Blog "iPhone Junkie"

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.