HOME

TESTS: Nexus 2000 2.0

Unglaublich, aber wahr: Tetris scheint bei den Spieleprogrammierern endlich, endlich out zu sein. Derzeit basteln nämlich alle Entwickler viel lieber an einem weiteren Lines-Klon. Bei diesem Denkund Geschicklichkeitsspiel gilt es, fünf gleichfarbige Kugeln in

Programm: Nexus 2000 2.0

System: Windows 95

Autor: Cygnus Arts

Preis/Sprache: 14,95 US-Dollar / englisch

Dateigröße: 529 KB

Unglaublich, aber wahr: Tetris scheint bei den Spieleprogrammierern endlich, endlich out zu sein. Derzeit basteln nämlich alle Entwickler viel lieber an einem weiteren Lines-Klon. Bei diesem Denkund Geschicklichkeitsspiel gilt es, fünf gleichfarbige Kugeln in eine Reihe zu bekommen. Aus der Schlacht der Klone geht Nexus 2000 als beste Umsetzung und somit als Sieger hervor.

Die Spielidee von Nexus 2000 ist schnell erklärt. Auf einem Spielbrett mit 9 x 9 Feldern liegen zu Beginn einer Partie bereits ein paar bunte Kugeln aus. Per Mausklick auf eine Kugel lässt sich diese markieren. Anschließend reicht ein weiterer Klick auf ein Zielfeld aus, um die markierte Kugel animiert über das Brett auf diese neue Position zu schieben. Wenn der Weg nicht gerade von anderen Kugeln blockiert ist. Sobald mindestens fünf Kugeln einer Farbe eine waagerechte, senkrechte oder diagonale Reihe ausbilden, lösen sich die Murmeln prompt auf und das gibt Pluspunkte. 100 Punkte für jede der fünf Kugeln, dazu je 500 Bonuspunkte für alle Murmeln, die zusätzlich an der Fünferkette hängen. Das Problem bei Lines ist nur, dass das Spiel nach jedem einzelnen Zug drei neue Kugeln nach dem Zufallsprinzip auf dem Brett verteilt. Auf Dauer ist das Spiel also nicht zu gewinnen, da die zunehmende Kugelschar bald alle Wege verstellt.

Nexus ändert zwar die Grundidee nicht, verfeinert sie jedoch. Das beginnt schon bei der wunderschönen 3D-Grafik, die unter den vielen aktuellen Lines-Klonen unerreicht bleibt. Gelungen sind auch die netten Gimmicks. So platziert das Programm mit zunehmender Spieldauer immer mehr schwarze Billardkugeln auf dem Parcours. Sie lassen sich nicht verrücken und auch in keine Kugelkette integrieren. Somit stören sie den Spielfluss erheblich. Auf der anderen Seite gibt es Regenbogenkugeln, die als Joker fungieren und jede beliebige Farbe annehmen können. Diverse Schummelhilfen, die sich gegen Punkteabzug erkaufen lassen, runden das Spiel ab. Die Testversion lässt sich 30 Tage lang verwenden.

Carsten Scheibe

Themen in diesem Artikel