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"Das perfekte Lockdown-Gegengift" Kritiker loben "Microsoft Flight Simulator 2020" von der Nische in den Himmel

In "Microsoft Flight Simulator 2020" manövrieren Spieler kleine und große Flugzeuge durch Echtzeit-Bedingungen
In "Microsoft Flight Simulator 2020" manövrieren Spieler kleine und große Flugzeuge durch Echtzeit-Bedingungen
© Asobo Studio / Microsoft
Ganze 14 Jahre ließ die Fortsetzung auf sich warten, heute ist der "Microsoft Flight Simulator 2020" erschienen – und übertrifft mit der Detailtreue offenbar die Erwartungen der Fachpresse.

Microsoft hätte sich kein besseres Jahr für den neuen Flugsimulator aussuchen können. 14 lange Jahre warteten Fans auf das Comeback der Spielereihe – und werden dann ausgerechnet in dem Jahr beschenkt, in dem das Fliegen und Reisen durch die Corona-Pandemie so eingeschränkt sind wie lange nicht mehr. Ab heute dürfen geneigte Spieler in "Microsoft Flight Simulator 2020" wieder abheben – laut Fachpresse in einer so realitätsgetreuen Welt, dass es die eingeschränkte Reisefreiheit vielleicht vergessen macht.

"Microsoft Flight Simulator 2020": Eine neue virtuelle Realität

Denn Microsofts neuer Flugsimulator ist nicht einfach nur ein Computerspiel – der US-Softwareriese und die Entwickler von Asobo Studio setzen auf absolute Detailtreue. Die virtuellen Piloten fliegen mit kleinen und großen Maschinen rund um den Globus. Der wurde nicht grob nachprogrammiert, sondern mit echten Satellitenbildern von Bing Maps gestaltet. So gibt es 37.000 Flughäfen und zwei Millionen Städte auf Basis von originalen Daten zu bestaunen. Auch die Flugbedingungen sind nicht dem Zufall überlassen: Der "Flight Simulator" arbeitet mit Live-Echtzeitwetter. Die Windstärke und -richtung, die Temperatur, ob Regen oder Sonne, all das wird eins zu eins aus der echten Welt in die virtuelle übertragen – der Cloud sei Dank.

Diese Detailtreue scheint bei der Presse anzukommen: Im Durchschnitt bewerteten 30 Kritiker die realitätsgetreue Simulation mit 93 von 100 möglichen Punkten. Keith Stuart vom britischen "The Guardian" etwa beschreibt das Spiel als "das perfekte Lockdown-Gegengift", welches das "Wunder des Fliegens" auf besondere Weise einfängt. Alex Donaldson vom Gaming-Blog "VG 24/7" sieht den Flugsimulator als "brillantes Stück zur Realitätsflucht", das seinen "eigentlichen Zweck übertrifft". Kritisiert dagegen werden die teils langen Ladezeiten.

Mehr Geld, mehr Auswahl

Wer sich mit Flugzeugen auskennt, wird sich womöglich über bekannte Maschinen wie die Boeing 747-8 oder die kleineren Cessna-Flieger im Spiel freuen. Wenn die 20 Flugzeugmodelle und 30 handmodellierten Flughäfen der Standard-Version aber noch zu wenig sind, müssen Spieler tief in die Tasche greifen. Während die Basis-Ausstattung bereits 70 Euro kostet, bezahlen Spieler für die Deluxe-Version schon saftige 90 Euro – und für die Premium-Deluxe-Variante mit 30 Fliegern und 40 detaillierten Flughäfen ganze 120 Euro.

"Microsoft Flight Simulator 2020" erscheint zunächst nur für Windows 10, eine Xbox-Version soll noch in diesem Jahr folgen – genauso wie eine Umsetzung für Microsofts VR-Brillen.

Quellen:Offizielle Website, "Metacritic", "Der Standard"

meh

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