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Stiftung Warentest zu Sat-Empfängern Damit Sie im Mai nicht in die Röhre gucken


Bald ist Schluss mit analog: Wer Satelliten-Fernsehen hat, braucht ab Mai einen digitalen Empfänger. Die besten Geräte im Test.

In gut zwei Monaten ist es vorbei: Am 30. April stellen die Fernsehsender das analoge Satellitenprogramm ein. Ab Mai funktionieren nur noch digitale Empfänger, bei allen anderen bleibt der Fernsehbildschirm dann schwarz. Obwohl die Umstellung schon lange bekannt ist, haben noch immer rund zwei Millionen Haushalte nicht von analogem auf digitales Satelliten-TV umgestellt.

Für alle, die noch wechseln wollen, hat Stiftung Warentest die passenden Geräte getestet. Das Ergebnis: Bei vielen gab es nichts oder kaum etwas zu bemängeln; insgesamt 13 der 20 getesteten digitalen Empfänger erhielten das Qualitätsurteil "Gut". Auch die Bildqualität schnitt bei allen Modellen "gut" oder sogar "sehr gut" ab. Große Unterschiede gab es allerdings in der Ausstattung.

Wer nicht genau weiß, welche Signale er empfängt, kann im Videotext auf Tafel 198 nachsehen. Auf dieser Seite wird angezeigt, ob man digital oder analog unterwegs ist. Für Kabelkunden und Antennenzuschauer ändert sich erst einmal nichts.

Es kommt auf den Typ an

Vor dem Kauf des Empfängers heißt es jedoch überlegen: Welcher Typ soll es sein? Einer nur zum Fernsehen? Diese Empfänger gestatten keine Aufnahmen. Die ermöglicht der zweite Typ: Empfänger, die Sendungen auch auf externer Festplatte speichern und zeitversetzt abspielen. Die dritte Gruppe bietet Geräte mit Doppelempfänger und eingebauter Festplatte. Die retten den Haussegen, wenn Fußball und Traumschiff parallel laufen. Alle drei Typen hat Stiftung Warentest untersucht. Gute HD-fähige Empfänger, die auch Sendungen aufnehmen können, gibt es demnach schon ab 72 Euro.

Alle geprüften Sat-Empfänger liefern auch hochaufgelöste Programme. Ohne zusätzliche Kosten zeigen sie ARD HD, ZDF HD und Arte HD. Die gute Nachricht: Die Analogabschaltung schafft Platz für neue HD-Sender. Ab Mai bekommen Satelliten-Zuschauer auch BR, NDR, SWR und WDR, ZDFneo, -kultur und -info, 3sat, Phoenix sowie Kika in hoher Auflösung. Ein Sendersuchlauf findet die neuen Programme.

Doch die Privatsender der RTL- und ProSiebenSat1-Gruppe strahlen HD nur gegen Gebühr aus. Nötig ist dafür eine kostenpflichtige HD+Karte. Für den, der HD+Programme sehen möchte, empfehlen die Warentester daher Geräte, welche die Karte bereits integriert haben. Das kommt meist billiger als ein entsprechendes Zusatzmodul.

Alle Informationen über den Test finden Sie unter www.test.de/sat-empfaenger und in der Zeitschrift "test" 3/2012.

Stiftung Warentest

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