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Cyberattacke Palästinensische Hacker entern Whatsapp-Website


Hackern aus Palästina ist es gelungen, mehrere Websites zu knacken. Die meisten von ihnen waren schnell wieder mit normalem Inhalt versehen. Bei Whatsapp blieb die Hacker-Botschaft länger online.
Von Jannik Tille

Beim Öffnen der Website des Instant-Messaging-Anbieters Whatsapp sprangen Internetnutzern statt des bekannten App-Logos mit Sprechblase und Telefonhörer grelle Wörter entgegen. Im Hintergrund liefen Nullen und Einsen hoch und runter wie in einer Matrix. Sobald der User zu lesen begann, dürfte ihm klar geworden sein, dass hier nicht alles normal zugeht: Das Symbol von Whatsapp fehlte, der präsentierte englische Text enthielt Buchstabendreher und wirkte wenig professionell.

In einem ersten Bild machten die Hacker auf die Verkleinerung Palästinas von 1946 bis 2000 aufmerksam. In einer "zweiten Nachricht" präsentierten sie das Logo ihrer Hackergruppe Anonymous Palestine. Dem freundlichen Hinweis, dass sie nun aufhören werden zu hacken, folgte ein Link auf die Twitterseite des @KdmsTeams.

850.000 Besucher der gehackten Seiten

Die palästinensischen Hacker sind bei Twitter erst seit gestern aktiv. Insgesamt veröffentlichten sie 19 Tweets, der erste beinhaltete die Nachricht über den Hackerangriff: "Whatsapp Hacked !".

Auf Tweets in Richtung @KdmsTeam, dass die Nachricht sowieso niemand lesen werde, antworteten die Hacker prompt: "850.000 Nutzer haben unsere Nachricht 'Free Palästina' gesehen."

Neben der Website von Whatsapp waren angeblich auch die Seiten Leaseweb, Alexa, die Erotikseite Redtube, Avg und Avira Ziel der Attacke. Der Aufruf dieser Plattformen funktioniert inzwischen einwandfrei.

Folgen für Nutzer von Whatsapp soll der Angriff offenbar nicht haben. Bislang sollen weder Nutzerdaten ausgespäht noch andere technische Fehler oder Viren im Umlauf sein.


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