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Foto-Communitys: Eine Million Bilder, zehn Millionen Kommentare

Wer Fotos macht, möchte diese in den meisten Fällen anderen Menschen zeigen. Wem dafür die Verwandschaft nicht ausreicht, der findet in einer Foto-Community im Netz viele Zuschauer - und Kritiker.

Mehr als 90.000 Hobbyfotografen wetteifern im Internet um einen Platz in der Galerie: Nur wenn ein eigenes Foto bei der Abstimmung in der Fotocommunity mehr Ja- als Neinstimmen erhält, wird es bei den besten Fotos dieser größten derartigen Online-Gemeinschaft eingereiht. Projektgründer Andreas Meyer hat das noch nicht geschafft. "Ich interessiere mich im Moment mehr für Server als für Fotografie", sagt der 33-jährige Bonner mit einem Schmunzeln. Mit der jetzt in Gang gebrachten internationalen Ausweitung wird zunächst der Server Nummer 14 fällig.

"Es ist mein Ziel, die weltweit größte Community zu entwickeln, in der Hobbyfotografen ihre Kreativität ausleben können", erklärt Meyer. In Europa ist die Fotocommunity schon die Nummer eins. Und der Start der internationalen fotocommunity.com ist vielversprechend, auch wenn es international schon ähnliche Foren wie passionforpixels.com gibt: In den ersten zehn Tagen ließen sich mehr als 400 Fotografen registrieren und stellten die ersten 2.000 Fotos zur Diskussion.

Raus aus dem Ghetto der eigenen Homepage

Auch für Meyer fing das Projekt Fotocommunity als Hobby an. Nach dem Zusammenbruch der Internet-Wirtschaft im Jahr 2000 ging der Jungunternehmer ein Jahr auf "Selbstfindungstour" und frönte seinem Hobby der Reisefotografie. Seine Werke zeigte er wie unzählige andere auf einer privaten Homepage, fand aber, "dass das schnell langweilig wird", und stellte sich die Frage: "Wäre das nicht genial, wenn man diese tausenden von kreativen Inseln miteinander vernetzen könnte?" Das Ergebnis war im Februar 2001 der Start der Fotocommunity.

Nur über Mitgliedsbeiträge finanzierbar

Das Interesse war so groß, dass Meyer in kurzer Zeit die Kosten für den Betrieb der Web-Site über den Kopf stiegen: "Das war in der Hobby-Rechnung nicht eingeplant." Meyer entschloss sich zur Finanzierung mit Online-Werbung auf der Startseite. Als auch diese einbrach, wurden Mitgliedsbeiträge eingeführt. Heute werden 13.000 Mitglieder der Fotocommunity als zahlende Abonnenten geführt, die übrigen können nur ein Bild pro Woche hochladen und nicht alle Möglichkeiten der Plattform nutzen.

Die Fotocommunity ist so erfolgreich, dass sie nach Angaben Meyers immer wieder Anfragen für kommerzielle Partnerschaften erhält. Meyer will das Projekt aber nur so weiterentwickeln, dass die ursprüngliche Community-Idee erhalten bleibt. "Es gibt keine Popup-Werbung, das kann ich nicht mit gutem Gewissen machen." Auch Anfragen von Bildagenturen für eine planmäßige Vermarktung der oft qualitativ hochwertigen Fotos lehnt Meyer ab - oder leitet sie bei entsprechendem Interesse an einzelne Fotografen weiter.

Eine Million Fotos, zehn Millionen Kommentare

Bislang haben die Teilnehmer rund eine Million Fotos zur Diskussion gestellt und zehn Millionen Kommentare dazu geschrieben. Die offene Kritik in den Anmerkungen zu jedem Bild bietet die Gewähr, dass die meisten online ausgestellten Bilder ein Mindestniveau an Qualität bieten. Zwar hat jeder Teilnehmer seine mehr oder weniger feste Gruppe von "Buddies", die in den Anmerkungen freigiebig ihr Lob verteilen. Höher geschätzt ist aber die fundierte Sachkritik nach technischen wie künstlerischen Kriterien. Nur diese bringt die Hobbyfotografen in ihrer kreativen Entwicklung weiter, so dass sich in der Fotocommunity immer wieder auch Kostbarkeiten mit verblüffender Bildwirkung finden lassen.

Peter Zschunke, AP / AP
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.