Ins Netz gegangen Ein Mensch als Skateboard


Kopulierende Sessel, eine Nudelsoße aus Geldscheinen und ein Mensch als Skateboard - all das gibt es in den animierten Kurzfilmen des Künstlers PES zu sehen. Für seine genialen Trickfilme verwendet er eine 100 Jahre alte Technik - und gewann damit sogar beim renommierten Sundance Film Festival.

Die Youtube-Videos des Users PESfilm wirken alle irgendwie abgehackt, so als würde die Verbindung beim Anschauen ganz leicht haken. Doch das stört kaum, denn die 13 Clips des Filmmachers, der nur unter dem Synonym PES bekannt ist, strotzen nur so vor Kreativität und tollen Einfällen. Eines der sehenswertesten Videos ist „Human Skateboard“, in dem ein Mensch als Skateboard dient und erstaunlich realistisch über Kanten und unter Autos rutscht. Dies ist auch eine der wenigen kommerziellen Werbefilme, die PES gedreht hat.

Ähnlich abgedreht geht es auch in dem animierten Kurzfilm „Western Spaghetti“ zu, für den PES Ende Januar einen Preis beim Sundance Film Festival gewann. Um solche Aufnahmen machen zu können, bedient sich PES eines weit verbreiteten Verfahrens, der so genannten Stop-Motion-Technik. Dabei werden Motive animiert, indem sie für jedes einzelne Bild des Clips immer nur geringfügig verändert werden. So werden die ungewöhnlichsten Abläufe zum Leben erweckt, beispielsweise das menschliche Skateboard.

Die Technik ist nicht neu, wurde sie bereits in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts für Animationsfilme verwendet. Bevor die digitalen Spezialeffekte ins Kino Einzug hielten, zeichnete die Stop-Motion-Technik auch in Blockbustern wie „Terminator“ oder „Star Wars: Episode VI“ für die Special Effects verantwortlich. Doch egal, wie lang es das Verfahren bereits gibt: PES beweist, dass es noch lange nicht tot ist.


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