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Internet-Firma uSocial: 1.000 Facebook-"Freunde" für 200 Dollar

Das australische Unternehmen uSocial vermittelt gegen Gebühr Facebook-Freunde im Hunderterpack. Doch das geht sogar Facebook zu weit.

Gar nicht glücklich ist Facebook mit der Geschäftsidee des australischen Unternehmens uSocial: Dort werden 1.000 Facebook-Freunde zum Kauf angeboten. Kostenpunkt: Rund 200 Dollar (140 Euro). 5.000 solcher Kontakte - das ist die zulässige Höchstzahl - werden für 727 Dollar (510 Euro) verkauft.

Der ungewöhnliche Handel richtet sich vor allem an Unternehmen und Prominente, die sich möglichst schnell eine breite Basis in dem Sozialen Netzwerk verschaffen wollen. Auch macht es sich nicht gut, wenn eine bedeutende Persönlichkeit bei Facebook nur eine Handvoll "Fans" aufweisen kann.

"Nur bei echtem Interesse"

Der 24-jährige Gründer von uSocial, Leon Hill, versichert, dass vor allem solche Kontakte vermittelt würden, die sich auch wirklich für den jeweiligen Kunden interessierten. Und die vermittelten "Freunde" könnten den Kontakt ja auch jederzeit wieder beenden.

Facebook sieht in dem Handel mit "Freunden" jedoch einen Verstoß gegen die eigenen Nutzungsbestimmungen. "Der Kauf und Verkauf von Aktionen, die von dem Nutzer selbst vorgenommen werden sollten, ist sicherlich nicht authentisch", sagt Facebook-Sprecher Barry Schnitt - das authentische Auftreten der Mitglieder gehört zu den Grundsätzen des Vernetzungsportals. Facebook ist auch nicht damit einverstanden, wenn ein uSocial-Kunde sein Passwort für das persönliche Profil an ein Unternehmen weitergibt, damit dieses auf "Freunde"-Fang gehen kann. In einem solchen Fall könne der Account dauerhaft gesperrt werden, warnt Schnitt.

AP / AP
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