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Internet-Kriminalität: Diebstahl im Online-Rollenspiel aufgeklärt

Ende Januar hatte ein Fall von Diebstahl in dem Online-Rollenspiel "Metin2" für Aufsehen gesorgt. Jetzt ist der Fall aufgeklärt worden. Laut Angaben der Bochumer Polizei ist die Ursache für das Abhandenkommen der virtuellen Güter eine Unachtsamkeit des geschädigten Spielers selbst.

Der am 28. Januar 2009 von der Polizei Bochum gemeldete Fall von Diebstahl im Online-Rollenspiel "Metin2" konnte aufgeklärt werden. Die Ermittlungen ergaben laut Angaben der Ermittlungsbehörde: Die Ursache für das Abhandenkommen der Gegenstände sei die Unachtsamkeit des betroffenen Spielers selbst gewesen. Dass die Server der Betreiberfirma Gameforge von außen manipuliert wurden, könne ausgeschlossen werden.

Ein 45-jähriger Bochumer Online-Spieler hatte Ende Januar festgestellt, dass in der virtuellen Welt des Spiels "Metin2" erworbenen Ausrüstungsgegenstände im Wert von 1000 Euro verschwunden waren. In Zusammenarbeit mit dem Betreiber Gameforge ermittelte die Bochumer Polizei mehrere Personen aus dem Online-Umfeld des Spielers ermitteln, die als mögliche Täter in Frage kamen. Ein 19-jähriger Spieler aus Bonn bekannte sich laut Polizei nun dazu, sich mit den persönlichen Spielerdaten des Geschädigten bei "Metin2" angemeldet zu haben. Die entsprechenden Gegenstände habe er dann auf seinen eigenen Account transferiert. Der 45-jährige Bochumer sei, behauptet der 19-Jährige zumindest, jedoch über diese Handlung in Kenntnis gesetzt gewesen sein. Mehr Details wollte die Polizei auf Nachfrage nicht preisgeben.

Der Gründer von Gameforge, Klass Kersting, nahm den Vorfall zum Anlass, darauf hinzuweisen, wie wichtig der Schutz der persönlichen Daten sei: "Wir können unsere Spieler nur immer wieder davor warnen, ihre Zugangsdaten an Dritte weiterzugeben oder diese im Internet bereitzustellen."

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