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Keedron Bryant: "Ich will einfach nur leben": 12-Jähriger landet mit Protestsong einen viralen Hit

In einem Instagram-Video singt der 12-jährige Keedron Bryant unter anderem von der Herausforderung, als "junger schwarzer Mann" standhaft zu bleiben – selbst Barack Obama teilte das Video.

"Ich will einfach nur leben, Gott beschütze mich, ich will einfach nur leben", singt Keedron Bryant in einem Instagram-Video, das inzwischen millionenfach angesehen und von zahlreichen Politiker*innen und Prominenten geteilt wurde. Bekannt wurde der 12-jährige Gospel-Singer ursprünglich als Teilnehmer der US-Talent-Show "Little Big Shots", nun sorgt er mit einem Protestlied gegen Rassismus und Polizeigewalt für Aufsehen in den sozialen Medien.

In dem 50-sekündigen Instagram-Video singt der Junge unter anderem von der Herausforderung, als "junger schwarzer Mann" standhaft zu bleiben und gegen alltägliche Diskriminierungen. Prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige US-Präsident Barack Obama, Basketball-Star LeBron James, die Schauspielerin Eva Longoria und die Sängerin Janet Jackson teilten das Video auf ihren Instagram-Konten.

Ex-Präsident Obama: "Es ist ein Schmerz, den ich teile"

Obama sprach von einem "kraftvollen Song", mit dem Bryant die Frustrationen beschreibe, die er fühle: "Ein Freund von mir hat diesen kraftvollen viralen Song des 12-jährigen Keedron Bryant genutzt, um seine Frustration zu beschreiben. Die Umstände meines Freundes und die von Keedron mögen unterschiedlich sein, aber ihr Schmerz ist der gleiche. Es ist ein Schmerz, den ich und Millionen weitere mit ihnen teilen."

Beyoncé mit Video-Botschaft: "Wir brauchen Gerechtigkeit für Floyd"

Seit Tagen kommt es in Washington, New York und anderen US-Metropolen zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser dafür ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Bei den Protesten kam es auch zu Ausschreitungen, Plünderungen und weiteren Toten. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Unruhen notfalls mit militärischer Gewalt stoppen zu wollen.

jgs / dpa