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Selfies im Ländervergleich: Lächeln in Bangkok, schmollen in Berlin

Selfie ist Selfie? Stimmt nicht! Eine Studie belegt internationale Unterschiede. Asiaten machen die freundlichsten Selbstportraits - während sich die Deutschen lieber von ihrer ernsten Seite zeigen.

Den Blick in die Handy-Kamera gerichtet, das beste Fotogesicht aufgesetzt und auf den Auslöser gedrückt: fertig ist das Selbstporträt oder (neudeutsch) Selfie. Auf den ersten Blick scheint jedes dieser Selbstporträts wie das andere zu sein. Stimmt aber gar nicht.

Eine Gruppe von Medienwissenschaftlern aus aller Welt hat 120.000 Instagram-Selfies aus fünf verschiedenen Städten (Berlin, Bangkok, Moskau, New York und Sao Paulo) analysiert und auf Selfiecity ins Netz gestellt. Unter anderem haben sie festgestellt, wo am meisten gelächelt wird: nämlich in Bangkok. Moskauer gucken hingegen weniger gern freundlich (zumindest auf Fotos), sie belegen den letzten Platz. Und auch in Deutschland präsentiert man sich offenbar lieber ernst: Die Berliner landeten im Lächel-Ranking nur auf Platz vier.

Und noch mehr fanden die Wissenschaftler heraus. So werden weit weniger Selfies gemacht, als man meint: Nur durchschnittlich vier Prozent der untersuchten Fotos waren Selbstporträts. Andere Erkenntnisse der Studie sind dagegen weniger überraschend: Demnach setzen sich mehr Frauen als Männer per Eigenschnappschuss in Szene. Außerdem ist das Selfie eher ein Phänomen der jüngeren Generation.

as
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