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Neues Zuhause für Tierheimhund: Bei diesem Frauchen wird Chester sterben

Eine Frau adoptiert einen krebskranken Hund aus dem Tierheim, damit er wenigstens zum Ende seines Lebens noch etwas Schönes erlebt und in Frieden sterben kann.

Couch cuddles for the rest of the night ?

Ein von Nicole Elliott (@chestersfinaljourney) gepostetes Foto am

Der  kleine Mischlingsrüde Chester hat es nicht leicht. Als Nicole Elliott ihn kennenlernt, lebt er in einem Tierheim, der kleine Körper von Tumoren befallen. Trotz einer Operation ist klar: Chester wird nicht mehr lange leben. Ein paar Wochen vielleicht. Wenn es gut läuft, noch ein paar Monate. Viel weiß man nicht über das Tier. Chester stammt aus einem anderen Tierheim. Einem, in dem viele Hunde getötet werden.


Im April dieses Jahres wird Chester gerettet und kommt in die Auffangstation Animal Ark. Es heißt, seine Besitzer hätten ihn zuvor einfach in dem anderen Tierheim abgegeben. Vermutlich, weil er krank ist. Er ist 13 oder 14 Jahre alt.

Ein Hospiz für Hunde

Animal Ark ist ein Hospiz für Hunde. Hier werden die Tiere nicht  einfach getötet. Hier bekommen sie bis zuletzt medizinische Versorgung und können in Frieden sterben - sofern das geht in einem Tierheim. Viele Tiere werden für ihre letzten Tage oder Wochen in Familien vermittelt. Hier sollen sie noch ein paar letzten schöne Momente erleben, bevor sie sterben. "Ich habe Chester auf der Seite des Tierheims gesehen. Dort wurde geschrieben, dass er einen Ort zum Sterben braucht", wird Nicole Elliott in verschiedenen US-Medien zitiert, wie auf WMTV. "Ich musste erstmal darüber nachdenken, ob ich es wirklich schaffe, ihn aufzunehmen. Ich habe eine kleine Tochter und meine Oma ist gerade erst gestorben." Nachdem sie eine Nacht darüber geschlafen hat, ist ihr klar: Nicole will Chester zu sich holen. "Ich wusste, dass es meine Aufgabe ist, seine letzten Tage so schön wie möglich zu machen. Ich bin sogar schon vor der Öffnung zum Tierheim gefahren. Ich habe mich sofort in ihn verliebt, als ich ihn gesehen habe."

Facebook-Seite für Chesters letzte Reise

Für seine letzten Wochen hat Nicole Elliott eine "Bucket-List" gemacht. Eine Liste mit Dingen, die Chester noch erleben soll, bevor er stirbt. Seine letzten Abenteuer dokumentiert sie bei Facebook und Instagram.


So will sie die Menschen nicht nur an Chester Geschichte teilhaben lassen. Sie will auch für Spenden werben. Denn ohne die könnten todkranke Hunde wie Chester, die teilweise auf teure Medikamente oder Operationen angewiesen sind, keine Menschen finden, die sich in den ihnen verbleibenden Wochen oder Tagen um sie kümmern.

"Ich möchte ihm ein möglichst normales Hundeleben ermöglichen. Ein Leben, das er so noch nie erlebt hat. Und ein bisschen verwöhnen möchte ich ihn auch", sagt seine neue Besitzerin, Nicole Elliott. 

In einem ihrer letzten Einträge schreibt sie, dass es Chester derzeit nicht sehr gut geht. Doch auch wenn er stirbt, geht er mit guten Erinnerungen an sein Hundeleben.

as
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