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Cleverer Internet-Trick: Wie ein Mann vier Gewinnspiele pro Tag gewann

Ein US-Amerikaner wagte ein spannendes Experiment: Er nahm in neun Monaten an 165.000 Gewinnspielen teil. Am Ende trudelten knapp 1000 Preise ein - darunter einige Kuriositäten.

Postkarten schicken, Hotlines anrufen, Kreuzworträtsel lösen - früher musste man Geld oder zumindest ein bisschen Hirnschmalz investieren, um bei einem Gewinnspiel abräumen zu können. Diese Zeiten sind längst vorbei. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gibt es jede Menge Aktionen, bei denen die Teilnehmer nichts weiter tun müssen, als einen Beitrag zu retweeten, also an ihre eigenen Follower weiterzuverbreiten. Die Unternehmen erhoffen sich dadurch mehr Reichweite, für die Teilnehmer sind diese Gewinnspiele wiederum extrem bequem.

Doch gewinnt man damit wirklich etwas oder sind diese Mitmach-Aktionen nur getarnte Werbung? Und wie hoch ist die Chance auf einen Preis? Der Computertechniker Hunter Scott hat es herausgefunden. Er programmierte ein Software-Skript, das das soziale Netzwerk nach Gewinnspielen durchforstet und automatisch daran teilnimmt. Neun Monate ließ er das Skript laufen, insgesamt nahm er an 165.000 Gewinnspielen teil. Das Kuriose: Er gewann in diesem Zeitraum knapp 1000 Mal - im Schnitt viermal pro Tag. Kein schlechter Schnitt für nahezu null Aufwand.

Viel Nippes

Wirkliche Premium-Produkte konnte Scott aber nicht an Land ziehen. Auf seinem Blog hat er eine Liste aller Gewinne veröffentlicht. Der Großteil war nutzloser Nippes: CDs unbekannter Künstler, Müsliriegel und jede Menge Goodies für Games, die er nicht spielte. Außerdem gewann er zahlreiche Tickets für Events in Städten, die er noch nie besucht hatte - darunter für ein Frauen-Basketball-Spiel in Indianapolis und zwei Tickets für das zehnte jährliche Bier- und Whiskey-Festival in Atlanta. In diesen Fällen sagte er den Veranstaltern aber zumindest ab, sodass diese einen anderen Gewinner ziehen konnten. So lehnte er auch seinen wertvollsten Gewinn ab - eine Reise zur Fashion Week in New York inklusive Limousinen-Fahrt und einem üppigen Taschengeld über 500 Dollar -, weil er nicht in der Nähe von New York lebte und den Gewinn nicht versteuern wollte.

"Ich habe einige coole Sachen gewonnen, jeden Tag bekam ich geheimnisvolle Post. Das hat wirklich Spaß gemacht", sagt Scott. Ab und zu gab es auch praktische Gewinne, darunter Rasierer, Polohemden, Bücher und Essensgutscheine. Zu den wohl kuriosesten Preisen gehört ein Cowboyhut, der von den Darstellern einer mexikanischen Seifenoper signiert wurde, von der er noch nie gehört hatte. "Gewinne wie der Cowboyhut verkörpern die totale Wahllosigkeit dieser Wettbewerbe", sagt Scott.

Nach neun Monaten beendete er das Experiment. Doch aufgeben will er den Bot nicht, er hat längst einen anderen Verwendungszweck: Scott hat ihn so programmiert, dass er die Beiträge von wohltätigen Twitter-Nutzern retweetet. Diese versprechen, für jeden Retweet Geld an eine Wohltätigkeitsorganisation zu spenden. Vermutlich sind die meisten dieser Accounts Fakes. "Aber was interessiert es mich", schreibt Scott. Wenn nur ein Bruchteil wirklich Geld spendet, hat der Twitter-Bot Gutes vollbracht.

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.