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Regulierungsbehörde: Wo Ortsnetz draufsteht, muss Ortsnetz drin sein

Telefonanschlüsse müssen künftig auch tatsächlich in dem Ort liegen, der durch die Ortsvorwahl angeben wird. Eine Entscheidung der Regulierungsbehörde, die besonders für Internet-Telefonie wichtig ist.

Die Regulierungsbehörde in Bonn hat der Vergabe von Ortsnetzrufnummern losgelöst vom geographischen Bezug einen Riegel vorgeschoben. Nicht regelkonform vergebene Nummern müssen bis 1. August nächsten Jahres abgeschaltet werden.

Regelung gilt auch für VoIP

Die Entscheidung des Regulierers hat Bedeutung vor allem mit Blick auf die bevorstehende Einführung des Telefonierens per Internet, im Fachjargon Voice over IP (VoIP). Sie gelte für Internet-Telefonie ebenso wie für klassische Festnetzanbieter, erklärte die Behörde. Vor allem will der Regulierer auf diese Weise eine Nummernknappheit vermeiden, die entstehen könnte, wenn beispielsweise ein in einem kleineren Ortsnetz ansässiger VoIP-Anbieter Rufnummern mit dieser Ortsnetzvorwahl in größerer Zahl vergeben würde.

Mit der Entscheidung über Ortsnetznummern solle ein chancengleicher und diskriminierungsfreier Wettbewerb unter den Anbietern gesichert werden, erklärte die Regulierungsbehörde. Bis zum Ablauf der Übergangsfrist Ende Juli 2005 solle zudem eine neue, ortsnetzunabhängige Vorwahl eingeführt werden. Internettelefon-, aber auch Festnetzanbieter sollen dann mit 032 beginnende Rufnummern vergeben können, die genau wie Handy-Nummern keinen Ortsbezug mehr haben.

AP / AP
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