VG-Wort Pixel

Aus für Klon-Apps Darum werden Whatsapp-Nutzer ausgesperrt


Nach dem Wirbel um die blauen Haken sorgt Whatsapp erneut für Schlagzeilen: Der Messenger hat begonnen, einige Nutzer von Klondiensten wie "Whatsapp Plus" zu sperren. Das steckt dahinter.

Whatsapp ist der beliebteste Messenger der Welt: Die Chat-App hat mehr als 700 Millionen Nutzer, die täglich rund 30 Milliarden Nachrichten rund um den Globus schicken. Vor allem junge Leute sind dem Dienst verfallen, im Durchschnitt nutzen sie das Programm 100 Minuten - pro Tag. Auf ein Jahr gerechnet chattet jeder Teenie somit knapp 25 Tage.

Nach dem Wirbel um die blauen Häkchen und geänderte Privatsphäreinstellungen sorgt der Dienst nun für die nächsten Schlagzeilen: Whatsapp hat begonnen, Nutzer von Drittanbieter-Anwendungen wie etwa dem beliebten Dienst "Whatsapp Plus" zu sperren. Dieser wirbt unter anderem mit zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten und neuen Designs. Wer den nachgemachten Messenger nutzt, wird für mindestens 24 Stunden gesperrt.

Es geht um Sicherheit und Privatsphäre

Der Grund für das harte Durchgreifen: "Whatsapp Plus ist eine App, die weder von Whatsapp entwickelt wurde, noch von Whatsapp autorisiert ist. Die Entwickler von Whatsapp Plus stehen in keiner Beziehung zu Whatsapp und wir unterstützen Whatsapp Plus nicht", heißt es auf der offiziellen Webseite. Deshalb könne man nicht garantieren, dass die Klone sicher sind und keine privaten Daten ausschnüffeln.

Doch Whatsapp sperrt nicht nur die User. Auch die Entwickler der Klon-Apps haben bereits Post vom Anwalt bekommen. Dr. Mounib Al Rifai, Entwickler von "Whatsapp Plus", bestätigt das Aus und schreibt auf Google+: "Schlechte Nachrichten. Wir haben eine Unterlassungsaufforderung von Whatsapp erhalten und wir sind verpflichtet, alle Download-Links zu entfernen." Nutzern von "Whatsapp Plus" bleibt deshalb nichts anderes übrig, als das Tool zu deinstallieren und durch die Original-Anwendung zu ersetzen.

Gibt es in Whatsapp bald Werbung?

Whatsapp-Klone gibt es bereits seit Jahren. Warum nun also die Eile? Angeblich arbeitet das Unternehmen daran, innerhalb des Nachrichten-Tools Werbung zu schalten. Das soll ein Facebook-Mitarbeiter im Rahmen der diesjährigen DLD-Konferenz in München andeutet haben. Um mit Werbeanzeigen Geld zu verdienen, wäre es zwingend nötig, die Nutzer in der eigenen App zu halten.

@cfroeh folgen

cf/DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker