Editorial Psychologie des Abnehmens


Liebe stern-Leser!

Alle Jahre wieder quälen sich Hunderttausende mit einer Diät, um lästigen Winterspeck loszuwerden - fast immer vergebens. Viele werden hinterher sogar noch dicker. Die physischen Zusammenhänge des so genannten Jo-Jo-Effekts sind hinreichend erklärt. Jetzt rückt die Psyche ins Zentrum der Aufmerksamkeit, schreibt stern-Mitarbeiterin Katja Trippel in ihrer Titelgeschichte über die geistigen und seelischen Grundlagen des Schlankwerdens und Schlankbleibens (ab Seite 144).

Auf der Suche nach einem passenden Model für das Titelbild fiel unserer Redaktion auch eine junge Frau aus einer Werbung für hautstraffende Gel-Creme ins Auge: Marina Rodriguez Puertas, 30, aus Barcelona war im vergangenen Jahr von der Firma "Dove" unter 1000 ganz normalen Frauen gecastet worden. Für ein kleines Honorar, Flug und Übernachtung kam die PR-Assistentin gern zum Foto-Shooting nach Hamburg und erzählte: "Ich fühle mich gut, so wie ich bin, und ich glaube, das sieht man auch. Natürlich habe ich es früher auch mit Diäten versucht, aber ich bin nun mal eher der mollige Typ. Heute esse ich, was mir schmeckt, viel Obst und Gemüse, mal was Süßes - gehe aber auch täglich schwimmen, um denn doch nicht zu mollig zu werden."

Colin Powell gilt immer noch als einer der wichtigsten Männer der Welt, als Staatsmann mit der Aura eines Rockstars: Der General diente US-Präsident Bush als Außenminister - doch viele Menschen sahen in ihm das andere, friedliche Amerika. In den vergangenen vier Jahren galt Powell als Besonnener, als moderate Stimme im Weißen Haus.

Vor zwei Monaten schied er aus seinem Amt. Eigentlich gibt er keine Interviews - doch für den stern machte er eine Ausnahme: Aufgeräumt, hemdsärmelig, mit breitem Lachen empfing er unsere Korrespondenten Katja Gloger und Jan Christoph Wiechmann vergangenen Dienstag in seinem Büro in Alexandria bei Washington. Teilte Roastbeef-Sandwich und Melone, erzählte von seiner Leidenschaft für schnelle Autos und seiner Dienstzeit in Frankfurt - damals, als ihn die Grünen um einen gewissen Joschka Fischer mit Baumpflanzaktionen auf Zufahrtswegen für Panzer geärgert haben.

Dann stellte sich Colin Powell fast zwei Stunden den Fragen nach amerikanischer Außenpolitik und seiner Rolle im Irak-Krieg, nach seinem Verhältnis zu Präsident George W. Bush und dem schlechten Image seines Landes. Er beschwor die Macht der friedlichen Diplomatie und die Gemeinsamkeiten zwischen Europa und den USA. Denn gemeinsam könne man vielen Ländern auf dem Weg zu Reformen helfen: "Wir zwingen niemandem etwas auf."

Das Interview lesen Sie auf Seite 54.

Herzlichst Ihr
Thomas Osterkorn

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