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CHECK-LISTE: So erkenne ich eine gute Schule

Die Schulform allein sagt nichts über die Qualität aus. Es gibt längst nicht mehr das Gymnasium, die Gesamtschule, die Realschule. Ebenso wenig taugt der Ruf einer Schule zu deren Beurteilung: Das Image hinkt der Wirklichkeit oft um bis zu 20 Jahre hinterher, schätzen Experten. Es bleibt also nur, die zur Auswahl stehenden Schulen zu besuchen und mit der Leitung, den Lehrern, Schülern und Eltern zu sprechen.

Der erste Eindruck

- Sieht das Schulgebäude einladend aus? Gemeint ist nicht sterile Sauberkeit, sondern ein freundliches Umfeld, genügend Raum für die Gestaltung von Pausen, wie etwa Sitzecken.

- Würdigt die Schule die Leistungen ihrer Schüler, zum Beispiel mit Ausstellungen von Bildern, handwerklichen und anderen kreativen Arbeiten im Eingangsbereich und in den Klassenzimmern?

- Ist die Atmosphäre der Schule offen, oder verschanzt sich die Schulleitung hinter dem Sekretariat?

- Welchen Eindruck macht die Vorstellungsbroschüre, die mittlerweile fast jede Schule hat? Dabei kommt es weniger auf die grafische Gestaltung als auf die Inhalte an.

Gespräche mit Lehrern, Schülern und Eltern

- Haben die Lehrer eine optimistische Einstellung zu ihren Schülern? Zutrauen ist wichtig für den Erfolg.

- Sehen sie das Verhältnis Schüler-Lehrer als eine Beziehung auf Gegenseitigkeit?

- Gehen die Lehrer auf Fragen und Probleme der Schüler im Unterricht ausreichend ein, und sind sie für Eltern und Schüler auch außerhalb der Unterrichtszeit erreichbar?

- Wie groß sind die Klassen, ist eine individuelle Förderung möglich?

- Welche Unterrichtsmethoden werden angewandt; wird vor allem Frontalunterricht gegeben, oder sind auch Arbeitsgruppen üblich?

- Beginnt der Unterricht pünktlich, werden Hausaufgaben regelmäßig kontrolliert und Klassenarbeiten zügig korrigiert?

- Was wird gemeinsam unternommen: Klassenfahrten, Feiern und Ausflüge?

- Greifen Lehrer bei Konflikten oder gar Prügeleien unmittelbar ein, oder verhalten sie sich eher passiv?

Fragen an die Schulleitung

- Welche Ziele setzt sich die Schule, strebt sie ein besonderes Profil an (z. B. Umwelterziehung, soziale Integration, musische Erziehung)?

- Überprüft sie die selbst gesteckten Ziele, indem sie Daten sammelt über Anmeldungen, Wiederholungen, Abbrecher, Kurswahl und Notendurchschnitte? Werden Eltern, Schüler, Absolventen und Arbeitgeber über die Qualität der Schülerkenntnisse befragt?

- Fördert die Schule die Lern- und Leistungsbereitschaft ihrer Schüler, zum Beispiel durch Rechenolympiaden oder Aufsatzwettbewerbe?

- Gibt es Förderstrategien, damit schwächere Schüler Lernrückstände aufholen können?

- Gibt es einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit den Eltern über die Lernfortschritte?

- Wie werden besondere Talente und Neigungen gefördert?

- Wird Eigenverantwortung der Schüler etwa durch Projektarbeit gefördert?

- Wie bilden sich die Lehrer fort?

- Arbeitet die Schule mit Betrieben und Institutionen außerhalb der Schule zusammen, etwa bei der Vermittlung von Schülerpraktika?

- Welche Angebote außerhalb des regulären Unterrichts gibt es (Arbeitsgemeinschaften, Sportteams)?

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