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USA: 14-Jährige erfindet freie Sicht beim Autofahren – mit Blick hinter die Säule neben der Frontscheibe

Eine Achtklässlerin hat eine Technik entwickelt, mit der man hinter die A-Säule gucken kann, die sich neben der Frontscheibe befindet. Ihre Idee könnte Leben retten. 

Frau im Auto

Die sogenannte A-Säule eines Autos verursacht einen oft unterschätzten blinden Fleck

Getty Images

Durchschnittlich sterben in Deutschland jedes Jahr 28 Radfahrer, weil sie sich im toten Winkel von Lastwagenfahrern befanden. Wie viele Menschen sterben, weil Autofahrer nicht hinter die sogenannte A-Säule sehen können, hat der ADAC im Jahr 2008 ermittelt: Damals war es jeder siebte Tote aufgrund von falschem Abbiegen oder Kreuzen. Als A-Säule wird die Verbindung zwischen dem Fahrzeugdach und der sogenannten oberen Spritzwand bezeichnet. In den USA hat eine Vierzehnjährige, die noch keinen Führerschein hat, eine Lösung gefunden, mit der Autofahrer hinter die A-Säule schauen können. Die Mutter von Alaina Gassler aus dem US-Bundesstaat Pennsylvanien hatte sich beim Fahren über die schlechte Sicht aus dem Wagen beschwert. Also dachte sich ihre Tochter etwas aus: Außen am Auto ihrer Mutter brachte sie eine auf die Straße gerichtete Webcam an, die auch das filmt, was normalerweise verdeckt ist. 

Diese Aufnahmen überträgt die Webcam an einen Beamer, der nahe der Sonnenschutzblende angebracht ist. Der Beamer wiederum projiziert das Livebild auf die A-Säule, also so, als wäre diese gar nicht da. Der Blick auf den Verkehr ist dadurch frei, wie sie auch anhand eines Videos präsentiert hat. Damit das Beamer-Licht genau auf die A-Säule trifft und nicht blendet, nutzte die Vierzehnjährige ein reflektierendes Material.

Die Erfindung brachte ihr 25.000 Dollar ein

Mit ihrem Projekt "Improving Automobile Safety by Removing Blind Spots", also auf Deutsch "Die Verbesserung der Sicherheit des Autos durch die Entfernung von blinden Flecken", hat die 14-Jährige nicht nur den Schülerwettbewerb "Broadcom Masters" und den Preis der Samueli Foundation samt 25.000 Dollar gewonnen – sie könnte damit auch noch Leben retten. 

"Es gab schon so viele Autounfälle und schwere Verletzungen sowie Todesfälle, die hätten verhindert werden könnten, wenn es die Säulen des Autos nicht geben würde", sagte sie der britischen Zeitung "Daily Mail". 

Quelle: "Daily Mail"

ame
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