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Verhaltensstudie: Warum posten manche Mütter dauernd Babyfotos?

Schluss mit Party- oder Urlaubsfotos, stattdessen Babyfüßchen, Babybrei und Babygeschichten: Eine amerikanische Forscherin hat sich damit beschäftigt, warum junge Mütter Fotos ihrer Kinder bei Facebook posten und was das bei ihnen auslöst.

Mutter fotografiert ihr Baby mit dem Handy

Immer recht freundlich: Mama macht wieder Fotos

Lisa in ihrem roten Strampler, Lisas erster Ausflug mit dem Kinderwagen, Lisa und ihr Teddybär, Lisa in ihrem grünen Strampler: alles fein säuberlich auf der Facebook-Seite von Lisas Mutter dokumentiert. In dem Netzwerk finden sich Millionen Babyfotos, die die erste Zeit im Leben eines Kindes festhalten – und den Übergang von Menschen, die Fotos von ihren Urlauben, ihrem Essen, ihren Partys posten, hin zu Eltern, die nur noch um ihr Kind zu kreisen scheinen. Sie teilen jedes noch so kleine Abenteuer ihres Nachwuchses mit Freunden und Familie bei Facebook. Doch warum tun sie das? Diese Frage stellte sich Sarah Schoppe-Sullivan vor mehreren Jahren, als die Babyfotos in ihrer Timeline überhandnahmen.

Die Psychologie-Professorin beschäftigt sich im Rahmen ihrer Forschung schon seit Längerem mit moderner Elternschaft, Soziale Medien spielen da natürlich eine große Rolle. Gerade bei jungen Müttern beobachtete die Wissenschaftlerin, dass sie ihr eigenes Profilbild durch ein Bild ihres Babys austauschen. Für Schoppe-Sullivan ein sehr starkes Statement über die Identität der Frauen: "Es zeigt, was ich im Moment bin", erklärte sie im Gespräch mit "Mashable".

Wer bin ich als Mutter?

Für ihre Untersuchung sprachen Schoppe-Sullivan und ihr Team mit 127 Frauen, die alle regelmäßig Bilder oder Geschichten ihrer Kinder bei Facebook teilen. Als einen Grund dafür sehen die Forscher den Versuch, seine eigene Rolle zu finden und Bestätigung für das eigene Tun zu erhalten. Wenn man selbst unsicher sei, helfe es, sich mit anderen zu vergleichen. Das eigene Facebook-Profil vermittelt ein Bild davon, wie wir selbst uns gerne sehen und wie wir sein wollen. Doch genau darin sieht die Professorin auch die Gefahr des Netzwerkes: Ihre Untersuchung zeige, dass bei viel postenden Müttern die Tendenz zu postnatalen Depressionen leicht erhöht sei. Erklärt wird das durch den Druck, den die nach außen so perfekt erscheinenden Familienfotos erzeugen können.

Bei berufstätigen Müttern hingegen scheinen die Facebook-Bilder eine Möglichkeit zu sein, die eigene Rolle zu verteidigen. Sie sollen belegen, dass man zwar wieder arbeiten geht, das eigene Kind aber natürlich weiterhin das Wichtigste im Leben ist.

Und dann gibt es natürlich noch diejenigen, die einfach nur verdammt verliebt in ihr Baby sind und das gerne jedem mitteilen möchten – egal ob bei Facebook oder im Supermarkt. 

vim
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.