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Daddylicious: Saufen statt Familienausflug - die Ungerechtigkeit von Vater- und Muttertag

In dieser Woche stehen für Familien gleich zwei große Feiertage an: Mutter- und Vatertag. Doch obwohl die beiden Tage sich in ihrem Ansatz ähneln, werden sie doch ganz unterschiedlich gefeiert. Das sollte sich dringend ändern, findet Kai Bösel.

Am Vatertag betrinkt sich ein Mann zusammen mit seinen Freunden

Hier ein typischer Vatertag in Niedersachsen - stellvertretend für alle anderen Bundesländer

In diesem Jahr liegen die beiden Tage, an denen jedes Elternteil für sich bundesweit gefeiert werden sollte, nur drei Tage auseinander. Grund genug, sich beide Anlässe und die dazugehörigen Sitten und Gebräuche mal genauer anzusehen. Denn unterschiedlicher, als diese im Ansatz doch ähnlichen Festlichkeiten begangen werden, könnte das gar nicht sein.

Vatertag: Der Einfachheit halber bediene ich mich hier mal aus den Klischee-Schubladen 

Da ist auf der einen Seite der Vater. Meist befindet sich der das ganze Jahr über in dem Spagat zwischen Job und Familie, ist gelegentlich geschäftlich auf Reisen, sieht seine Kinder meist nur am Abend, wägt ab zwischen Sport oder dem Abendessen mit der Familie und geht am Wochenende auch noch mit Kumpels ins Fußballstadion.

Und wie begeht er nun "seinen" Vatertag? Er trifft sich mit Kumpels, setzt noch vor "High Noon" den ersten Mai-Bock an und denkt an diesem Feiertag einfach mal – nur an sich! Und an das, was ihm fernab der Familie noch so Freude bereitet. Der Tag danach, meistens auch noch frei, steht dann natürlich auch ganz im Zeichen der Ausnüchterung, also bitte in Ruhe lassen!

Auf der anderen Seite die Mutter. Sie steckt beruflich zurück, um sich um die Familie zu kümmern. Sie erfüllt die Bedürfnisse der Kinder oder einfach aller Familienmitglieder auf eine unvergleichlich umfassende Art und Weise. Erziehung, Haushalt und oft noch ein Teilzeitjob nehmen sie so in Anspruch, dass kaum noch Zeit für etwas ganz eigenes bleibt. An regelmäßigen Sport, Freundinnen alleine treffen oder auch einfach nur mal ein Buch in der Sonne lesen ist kaum zu denken.

Und wie verbringt sie "ihren" Muttertag? Sie steht der Familie den Tag über zur Verfügung, um sich mehr oder weniger umfangreich überraschen lassen zu können. Kein "So ihr Süßen … ich bin dann mal weg!", denn die Familie will doch heute zurückgeben, was sie das Jahr über täglich verteilt. Also bitte bereit halten für ein leckeres Frühstück mit liebevoller Dekoration,  Selbstgebasteltes von den Kindern und andere zauberhafte Geschenke und dann einen ganzen Tag Familienzeit mit einem Ausflug, Spaziergang oder anderen tollen Aktivitäten auf dem Programm.

Es geht um Dankbarkeit

Wie gesagt, das waren jetzt zwei ziemlich staubige Klischees, die sicherlich nicht für jedes Erzieher-Pärchen gelten. Dies ist auch kein Plädoyer dafür, dass die Mütter sich am Muttertag mit Gleichgesinnten treffen und schon vormittags mit Prosecco abfüllen und singend und grölend durch die Landschaft ziehen sollen.

Aber wie wäre es zum Beispiel, wenn die anderen Familienmitglieder es am Muttertag möglich machen, dass die Mama mal nur an sich denken kann, egal wie der Tag dann gestaltet wird. Vielleicht ist  ein Wellness-Tag allein oder mit einer Freundin das Nonplusultra, oder ein Kinobesuch am helllichten Tag, vielleicht ist es das Tollste, den Lieblingsplatz im Garten mit Sonnenschein und einem guten Buch den ganzen Tag für sich allein zu haben.  Es geht darum, am Muttertag in irgendeiner Form Danke zu sagen für das, was die Mütter uns jeden Tag des Jahres geben.

Das geht bestimmt auch, wenn man die Mutter nicht wieder in ein Programm steckt, in dem sie doch bitte unsere Erwartungen zu erfüllen hat.

Und der Vatertag. Wie wäre es denn, wenn dieser Tag ab jetzt ein Feiertag mit Vater/Kinder-Zeit wird? Denn im Alltag fehlt genau das doch so oft. Was für ein toller Anlass für ein fettes Abenteuerprogramm oder den ganzen Tag die Carrerabahn laufen zu lassen. Papa darf bestimmen – aber die Kids haben was von ihm.

Ich finde es grundsätzlich richtig, einen Vatertag und einen Muttertag zu feiern. Aber ich finds toll, ihn für genau das zu nutzen, was den Rest des Jahres zu kurz kommt.

Und keine Sorge, Papa darf am Abend trotzdem gern ein Bier trinken und Mama freut sich auch weiterhin über Blumen …

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.