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Erpressung : Geschmackloses Verbrechen: 24-Jährige erpresst Eltern eines sterbenden Babys

Eine 24-jährige Australierin hat die Eltern eines sterbenden Babys erpresst. Sie behauptete, deren vermisstes Handy mit den letzten Fotos des Babys zu haben und verlangte 900 Euro. Jetzt steht sie vor Gericht. 

Eine Frau hält ein Baby in den Armen

Die 11 Monate alte Amiyah starb – das hielt eine 24-Jährige nicht davon ab, die trauernden Eltern zu erpressen (Symbolbild) 

Getty Images

Jay und Dee Windross aus Melbourne saßen gerade am Bett ihres sterbenden Babys Amiyah, als der Vater des Kindes eine SMS bekam. Die 24-jährige Siti K. behauptete, das Handy seiner Frau zu haben. Sie verlangte 1000 Dollar, also umgerechnet etwa 900 Euro, für das Handy mit den letzten Fotos des Babys. Zuvor hatte das Paar in Australien einen Medienaufruf gestartet, um das Handy wiederzubekommen. 

"Diese Person hörte nicht auf, mir die ganze Nacht zu schreiben, während Dee und ich unsere letzten Momente mit Amiyah verbrachten", schreibt der Vater auf Facebook. Die Ärzte hatten bei dem 11 Monate alten Baby eine neurologische Krankheit diagnostiziert. Amiyah starb noch in der gleichen Nacht. 

Erst Tage später identifizierte die Polizei die 24-jährige Erpresserin und nahm sie fest. Es stellte sich heraus, dass sie sich nicht einmal im Besitz des Handys befand. 

Vater: "Wir können den Schmerz und die Leere nicht in Worte fassen" 

"Sie hatte unsere verzweifelte Situation mitbekommen und gehört, dass wir eine Belohnung zahlen würden und nutzte das zu ihrem Vorteil", schreibt der Vater. "Das störte die letzten Momente, die ich mit meiner sterbenden Tochter hatte. Wir können den Schmerz und die Leere, die wir fühlen, nicht ansatzweise in Worte fassen, aber diese Nachrichten zu bekommen, hat uns noch mehr gebrochen."

Just thought we'd throw out an update on Dee's phone - which is still missing. On Tuesday evening we received the news...

Gepostet von Jay Windross am Samstag, 27. April 2019

Am morgigen Dienstag muss sich die Frau vor Gericht verantworten. Laut ihrem Anwalt arbeitet sie als Uber-Fahrerin und habe ihre Kinder aus Geldmangel in Malaysia lassen müssen. Für Jay und Dee Windross ist das keine Entschuldigung. "Sie wird unter den Konsequenzen ihres Verhaltens leiden müssen", sagte Dee Windross der "Daily Mail".

Das Paar sucht nun immer noch nach dem Handy mit den letzten Fotos ihres Babys. 

"Es ist mir völlig egal, wer du bist, gib mir einfach mein Handy wieder", wendet sich Dee Windross verzweifelt an den Dieb. "Leg das Handy einfach irgendwohin und lass irgendwen wissen, wo es ist, sodass ich es wiederhaben kann." 

Quellen: "Daily Mail", Facebook 

ame

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