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Jamie Olivers Management zur Chili-Strafe zum stern: "Es war nur einmal, vor vier Jahren!"

Jamie Oliver und seine Erziehungsmethoden sorgen für Aufregung: Der Starkoch hatte einen Apfel für seine Tochter mit Chili präpariert, als Strafe. Sein Management äußert sich nun knapp zu dem Vorfall.

Von Susanne Baller

Nun ist es offiziell: Die Geschichte, die Jamie Oliver am vergangenen Sonntag in der "Good Food Show" der BBC erzählt hat, war eine einmalige Aktion. Ein Ausrutscher. Der Starkoch hatte in der Sendung freimütig darüber berichtet, wie er sich an seiner Tochter Poppy rächte, nachdem sie "frech und respektlos" zu ihm gewesen sei: Er schnitt ihr einen Apfel auf, rieb ihn mit der superscharfen Chilisorte Scotch Bonnet ein und lachte sich kaputt, als Poppy entsetzt zu ihrer Mutter lief.

In Deutschland kochte das Thema am Montag hoch und teilte die Nation. Manche empfanden die Aktion als einen Akt der Kindesmisshandlung, andere fragten sich, was denn daran so schlimm sei.

"Saint James" hat keine Zeit

Wir wollten von Jamie Oliver wissen, was genau hinter dieser Geschichte steckt. Der beliebte Koch wird auf der britischen Insel als "Saint James" verehrt, die Berichterstattung zu dem Vorfall fand fast ausschließlich in den Boulevardblättern statt. Eine Anfrage bei Olivers Management beschränkte sich dementsprechend auf einen einzigen Satz: "Jamie hat keine Zeit, aber wir sollten klarstellen, dass es sich um einen einmaligen Vorfall vor vier Jahren handelte, dem betreffenden Kind ging es nach etwa einer Minute wieder gut."

Poppy war damals acht Jahre alt. Auch mit vier Jahren Abstand fand Jamie Oliver sein Verhalten von damals weder bedenklich, nicht mal fragwürdig oder gar verboten. Sonst hätte er die Geschichte nicht vor Millionen Zuschauern erzählt.

mit Michael Streck
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