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Lego aufbewahren: Die Kunst, einen bestimmten Stein zu finden

Früher war es leicht, Legos aufzubewahren und wiederzufinden. Die Sonderformen von heute erfordern etwas mehr als eine große Kiste. Doch es gibt eine Lösung für Ordnung, die so einfach wie genial ist.

Von Susanne Baller

Noch herrscht Chaos, doch es besteht Hoffnung auf Ordnung

Noch herrscht Chaos, doch es besteht Hoffnung auf Ordnung

Wie oft man als Eltern die kleinen Steinchen verflucht, wenn man nachts im Dunkeln noch einmal nach dem Kind schaut - und barfuß drauftritt. Neben Holzerbsen aus der Spielküche gehört Lego zu den schmerzhaftesten Spielzeugen für Fußsohlen. Auch deshalb stellt sich irgendwann die Frage nach einer geeigneten Aufbewahrungsmöglichkeit für die Steine. Bücher ins Regal, Verkleidung in die Truhe, die Holzeisenbahn in den großen Würfel, aber die Legos?

Früher kamen Legosteine einfach in eine Kiste. Sie waren weiß, rot, gelb und blau, die Formen hießen Achter, Vierer, Zweier und so weiter. Zusätzlich gab es Dachziegel, Einbaufenster, Reifen und fertig. Gebaut wurde, womit man gerade spielen wollte, ein Haus, ein Auto, ein Parkplatz, auf einer grauen Bodenplatte (Asphalt) oder einer grünen (Rasen). Oder man spielte Meer und baute Schiffe. Oder Fantasiegebilde. All das gibt es heute noch - aber auch viel mehr. Wenn man wie damals zum Aufräumen einfach die vier Enden des Teppichs fasst und alles zusammenschüttet, kommt das einer Katastrophe gleich.

Tausende Steine

Denn Lego unterteilt seine Produkte inzwischen in mehr als 30 Themenwelten . Aus der Architektur-Reihe etwa enthält die Packung "Das Weiße Haus" allein 561 Teile. Beim Sandcrawler aus der "Star Wars"-Welt, der Ende April herauskommt, sind es schon 3296 Steine. Die Herausforderung an ein Ordnungssystem muss deshalb lauten: Das Kind muss einen einzelnen Stein wiederfinden können - unter Tausenden. Denn nur so lässt sich ein zweites Mal aufbauen, was einmal ausgepackt, aufgebaut, abgebaut und wegsortiert worden ist. Das Problem ist: Achter, Vierer und Zweier machen nur einen sehr kleinen Anteil der Steine aus, denn für alles und jedes gibt es heutzutage Sonderformen.

Schubkisten, stapelbar, halbtransparent

Daher gibt es nur eine Lösung, die sich - in verschiedenen Haushalten erfolgreich getestet - bewährt hat. Sie lautet ganz simpel: Legos ordnet man am besten nach Farben. In vielen Schubkisten, die sich aufeinander stapeln lassen. Man braucht davon knapp 20 Stück, denn neben denen für Farben erweisen sich auch welche für Sonderformen als sinnvoll: eine Kiste für Reifen, eine für Plexiglas-Großteile, eine für Menschen, eine für Tiere zum Beispiel. Zum Start, wenn Kind und Legobestand noch klein sind, reichen deutlich weniger aus. Wählt man Schubboxen aus halbtransparentem Kunststoff, lässt sich von außen sehen, welche Farbe sich innen befindet. Es gibt sogar welche, die auf Rollen gesetzt werden können, sodass die Legokistentürme durchs Zimmer fahren können. (20 Stück davon sind leider so teuer wie zwei große Packungen Lego.)

Ein weiterer Vorteil dieses Ordnungssystems: Beim Aufräumen weiß jeder, was wohin kommt. Keine Ausrede für Gastkinder, jeder kann helfen, rot zu rot zu sortieren. Und am Abend, wenn es dunkel ist, besteht eine Chance, unbeschadet zum Kinderbett durchzukommen.

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