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Pfadfinderin Mehr als 32.000 Keksdosen verkauft: Achtjährige sammelt Spenden für krebskranke Kinder

Kinder und Mütter feiern vor einer bunten Wand, auf der das Verkaufsergebnis enthüllt wurde
Das Ergebnis rührte Lilly zu Tränen
© Screenshot Facebook: Lilly Bumpus
Sie hat den Krebs bekämpft und lässt sich auch von einer Pandemie nicht einschüchtern: Lilly Bumpus brach den Keksverkauf-Rekord der Pfadfinderinnen, obwohl der Verkauf an der Haustür nicht möglich ist. 

Sie ist erst acht Jahre alt, hat schon eine Krebserkrankung besiegt und hält nun den Rekord für die meisten verkauften Pfadfinder-Kekse in den USA: Was klingt wie ein Hollywood-Film, ereignete sich genauso in Kalifornien.Lilly Bumpus brach bei der traditionellen Spendensammlung der Pfadfinderinnen den Rekord der meisten verkauften Keksdosen.

Gegen den Krebs gewonnen

Lilly kam vor acht Jahren mit dem Ewing-Sarkom zur Welt – Knochenkrebs. Schon als Baby gelang es ihr, den Krebs zu besiegen und sie ist nun seit sieben Jahren krebsfrei. Dennoch leidet sie an den Folgen der Behandlungen und muss immer noch häufig zu Untersuchungen beim Arzt.

Mit ihrer Mutter beschloss Lilly, eine Organisation zu gründen, die Familien und krebskranken Kindern hilft, sowohl psychisch als auch finanziell. Die "Team Lilly Foundation" hilft kleinen Krebskranken und ihren Angehörigen durch die schwere Zeit – und in manchen, traurigen Fällen auch "auf dem Weg in den Himmel", wie die Organisation auf ihrem Facebook-Kanal schreibt.

Spenden für Krebskranke und Obdachlose

Pfadfinder-Gruppen in den USA sammeln jedes Jahr Spenden, indem sie Kekse verkaufen. Die Kinder gehen dabei traditionell von Tür zu Tür und bemühen sich, möglichst viele Kekse für den guten Zweck an den Mann oder die Frau zu bringen. Für die aktuelle Verkaufssaison der Pfadfinderinnen hatte Lilly Bumpus den Traum: Trotz der Pandemie möglichst viele Kekse zu verkaufen und möglichst viele Spenden zu sammeln. Ihr Erfolgsrezept: Sie schrieb zu Beginn der "Keks-Saison" einen offenen Brief. Sie erklärte darin, dass der Kekskauf bedeute, sie bei ihrem großen Traum zu unterstützen.

Fast täglich ging die Achtjährige auf ihrem Facebook-Account live und beantwortete Fragen zu ihrer Aktion. Ihre Mutter gab an, dass sie besonders stolz sei, dass trotz der vielen Unterstützer, die Lilly seit Jahren hatte, nun zum ersten Mal Lillys eigene Stimme gehört wurde. Und dank Lillys Einsatz wurden ihre Kekse nicht nur in den USA, sondern aus der ganzen Welt bestellt. Kanada, Großbritannien, Spanien, Ägypten, Frankreich, Italien und viele weitere Orte auf der ganzen Welt erhielten Kekslieferungen von der Achtjährigen. Viele bestellten sich gleich zwei oder vier Boxen direkt nach Hause, wie Lillys Mutter Trisha Bauer "Mercury News" erzählte. Es war den Käufern auch möglich, die Kekse direkt an Soldaten oder Obdachlose zu spenden.

Rekord geknackt

Anfang März erfuhr Lilly, sie hätte bereits 15.000 Keksboxen verkauft. Ein paar Tausend mehr – und sie würde den bisherigen Rekord von 26.086 verkauften Dosen brechen. Innerhalb weniger Tage brachte Lilly Schule, Keksversand, soziale Medien und den Verkauf vor ihrer eigenen Haustür unter einen Hut und verkaufte 10.000 weitere Kekskisten.

Am 21. März war es dann soweit: Bei einer von Freunden und Familie vorbereiteten kleinen Feier enthüllten sie die schlussendliche Verkaufszahl der Keksboxen: 32.484 Kisten voll mit Keksen hatte Lilly verkauft! Am Anfang der Saison – knappe drei Monate zuvor – hatte Trisha Bauer ihre Tochter noch gewarnt, wie anstrengend es wegen der Pandemie werden würde, in diesem Jahr Kekse zu verkaufen. Doch davon ließ die kleine Lilly sich nicht einschüchternd und antwortete: "Nichts ist unmöglich, wenn jeder entscheidet, es möglich zu machen". 

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Spenden für Bedürftige – und Koalas für Lilly

"Es fühlt sich an, als würde die Welt an mich glauben – und das fühlt sich wirklich gut an", sagt Lilly selbst über ihren Erfolg. Je 1000 Keksboxen liefert Lilly nun persönlich an Kinderkrankenhäuser in der Umgebung aus. 1000 gehen nach Übersee an US-Soldaten und weitere 1000 Kisten gehen an Obdachlose.

Den Großteil des gespendeten Geldes gibt die Achtjährige weiter an die Krebsforschung und eine Organisation, die Obdachlosen hilft. Von einem kleinen Teil möchte sie sich einen großen Traum erfüllen: Sie möchte nach Australien reisen und mit Koalas kuscheln.

Quelle:  "The Mercury News"


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