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Aufregung im Netz: Rassismus-Vorwürfe: Weiße Mutter nennt ihr dunkelhäutiges Baby "freches Äffchen"

Sie tobte draußen mit ihrem Kind, als eine junge Frau sich von einer Fremden plötzlich beißende Kritik anhören musste. Im Internet fragte sie später besorgt, ob diese berechtigt gewesen sei. Die Antworten waren allerdings gespalten.

Eine weiße Mutter mit einem schwarzen Baby im Arm

Eine weiße Mutter musste sich wegen einer Bemerkung auf dem Spielplatz schwere Vorwürfe anhören (Symbolbild)

Picture Alliance

Rassismus ist ein sehr sensibles Thema. Was der eine gar nicht böse meint, verletzt den anderen zutiefst. Einige können das überhaupt nicht nachvollziehen, was wiederum andere auf die Palme bringt. Vermutlich können wir uns aber alle darauf einigen, dass man einer liebevollen Mutter kaum unterstellen kann, ihr eigenes Kind rassistisch zu beleidigen, oder?

Genau diesen Vorwurf musste sich aber eine junge Britin gefallen lassen. Die Frau, deren Partner aus Ostafrika stammt, spielte mit dem gemeinsamen Kleinkind auf einem Spielplatz im Park und nannte den dunkelhäutigen Zweijährigen dabei liebevoll "freches Äffchen". Das war der Moment, in dem sich eine andere Frau einschaltete und sie unvermittelt von der Seite ansprach.

Eine fremde Frau kritisierte die Wortwahl der Mutter

Die Beobachterin, selbst dunkelhäutig, kritisierte die Wortwahl der jungen Mutter. Sie nannte sie eine "Rassistin" und forderte, dass sie sich besser über die Geschichte von Menschen mit dunkler Hautfarbe informieren solle. "Affe" war lange ein Schimpfwort für Schwarze. Außerdem warf sie ihr vor, ihren Sohn wie ein Accessoire zu behandeln und sich nicht mit seinen Wurzeln zu beschäftigen.

Nach dieser Begegnung fragte die junge Mutter perplex in einem Internetforum um Rat. Hatte die Frau im Park recht oder war deren Vorwurf Unsinn? Die Mutter, die sich im Netzt Jumpiin nennt, fragte: "Liege ich falsch, wenn ich denke, dass sie im Unrecht war und viel eher selbst Teil des Problems ist?" Sie erklärte außerdem, dass sie von ihrem Partner gerade viel über dessen Kultur lerne und mit ihrem Sohn gemeinsam Kisuaheli übe. "Ich denke, dass ich mein Kinde nennen darf, wie ich möchte, solange es nicht böse gemeint ist?"

Ein Posting in einem Mütterforum im Internet

Das Posting vom Jumpiin im Mütterforum Mumsnet.com

Doch die Reaktionen waren gespalten. "Ich kann verstehen, dass du dich angegriffen fühlst, aber wenn du wirklich weiterhin das Beste für dein Kind willst, dann höre bitte auf andere Menschen, die schon mehr Erfahrung mit Rassismus gesammelt haben als du", antwortete ihr eine Nutzerin des Forums.

Eine andere kommentierte: "Ich hätte ja gedacht, dass du dich mehr mit rassistischen Begriffen und deren Vermeidung beschäftigt hättest, wo du ein gemischtrassiges Kind hast."

Muss sie sich mehr mit Rassismus beschäftigen?

"Natürlich ist 'freches Äffchen' ein ganz üblicher Kosenamen von Eltern für ihre Kinder", bemerkt eine weitere Mutter im Netz. "Aber, auch mit der besten Absicht der Welt, bei aller Liebe und Zuneigung, ist es immer rassistisch besetzt, wenn eine weiße Person ein schwarzes Kind 'Äffchen' nennt. Wenn du das nicht verstehen kannst, zeigt das, dass du noch einiges lernen musst."

Andere Frauen sahen das jedoch komplett anders und standen Jumpiin bei: "Wow. Das ist so albern, ich hätte sie nicht ernst nehmen können", kommentiert eine Nutzerin die Begegnung im Park. "Die Menschen sind verrückt!"

"Sie war extrem unhöflich. Du hast mit deinem Kind gespielt, und das ging sie nichts an", heißt es anderswo. Oder: "Ich hätte ihr bestimmt die Meinung gesagt, und dass sie sich gar nicht einzumischen hat. Sie wusste nichts über dich oder dein Kind."

Dennoch darf man vermuten, dass die junge Mutter von nun an genauer darauf achten wird, wie sie mit ihrem Kind spricht. Und ein bisschen Extra-Aufmerksamkeit bei solchen Themen kann ja nie schaden.

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wt

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.