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Weltreise: Vierjährige wirft in Spanien Flaschenpost ins Meer und erhält eine Antwort aus Moskau

Die kleine Britin Taylor war mit ihrem Vater und seiner Freundin in Spanien im Urlaub und hat eine Flaschenpost ins Meer geworfen. Dann erhält ihr Vater eine SMS mit dem Foto ihres Briefes: von einem Pärchen aus Moskau.

Brief aus einer Flaschenpost

Der Beweis aus der Kuznetsky Most in Moskau: Der Brief aus der Flaschenpost hat eine weite Reise hinter sich

Eine Flaschenpost zu versenden, ist wahnsinnig aufregend. Die Ungewissheit, ob sie ankommt, die Neugier, wo sie wohl ankommt und die Hoffnung, dass man überhaupt erfährt, welchen Weg sie genommen hat, bilden den richtigen Nährboden, sich hunderte Varianten auszumalen. Als die vierjährige Taylor Powell aus der britischen Grafschaft Somerset mit ihrem Vater Ritchie und dessen Freundin Milly kürzlich Urlaub an der Ostküste Spaniens machte, war das Verfassen und Absenden einer Flaschenpost daher ein großes Highlight. Am 19. Mai in Santa Susanna, nördlich von Barcelona, war Milly auf die Idee gekommen. Sie hatten ein Foto von Taylor in die Flasche gesteckt und dazu einen Brief geschrieben, in dem stand: "Wenn Sie dieses Bild finden, antworten Sie bitte mit dem Namen ihres Landes und einem Foto." "'Sie hat die Flasche geküsst und gesagt 'Ich wünschte, ich wäre eine Meerjungfrau'", berichtet Ritchie von dem magischen Moment.

On our holiday in Spain Taylor sent a message in a bottle and it made it all the way to Russia where people have replied to her. 💛.

Gepostet von Ritchie Powell am Freitag, 7. Juni 2019

Die Antwort kam aus Russland, genauer gesagt aus Moskau. Der 31-jährige Ritchie, dessen Handynummer sie in dem Brief angegeben hatten, bekam ein Beweisfoto mit einer Textnachricht für Taylor: "Hallo Taylor! Wir haben deine Flasche in der Moskwa gefunden (das ist in Russland). Wir hoffen, du hattest tolle Ferien in Spanien! Alles Liebe aus Moskau! Sasha und Alex". Angefügt war noch eine Karte mit einem Pin in der Kuznetsky Most, einer Brücke, unter der die Moskwa fließt.

"Als ich Taylor erzählt habe, dass jemand auf ihre Nachricht geantwortet hat, strahlte sie über das ganze Gesicht. Sie hat sich so gefreut", zitiert die "Daily Mail" Ritchie. "Wir haben Taylor gesagt, dass ihre Flaschenpost von Meerjungfrauen und Haien transportiert wird – dass sie in Moskau auftaucht, ist reine Magie für sie. Sie ist so aufgeregt."

"Ich wünschte, ich wäre eine Meerjungfrau"

Nun ist es nicht so ganz einfach für eine Flasche, selbst mit der Hilfe von Meerjungfrauen, nach Russland zu gelangen. Der kürzere Weg durchs Mittelmeer funktioniert nicht und der längere, um Spanien herum an Frankreich, Deutschland, Schweden, Weißrussland, Litauen, Lettland und Estland vorbei, hätte die Flasche vielleicht nach St. Petersburg bringen können, aber nicht auf dem Wasserweg nach Moskau.

In den Kommentaren unter Ritchie Powells Facebook-Posting wird sich erbittert um das Thema der Beförderung gestritten – in lateinischen und kyrillischen Schriftzeichen. Doch Ritchie und Milly lassen das nicht zu, sie wollen für Taylor die aus Moskau geschilderte Version erhalten, auch wenn sie ein Märchen ist. Einigen Russen ist ebenfalls völlig egal, wie die Flasche in ihr Land gelangte. Sie laden Taylor ein, sie zu besuchen, die Schönheit des Landes und die russische Gastfreundschaft kennenzulernen. Und solche Einladungen erhalten ja wohl nur Meerjungfrauen, der Wunsch ging also in Erfüllung. Wie auch immer.

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