VG-Wort Pixel

"Ich hasse dich" Kinder können ganz schön gemein sein: Wie Sie richtig auf Beleidigungen reagieren

Mutter und Tochter sitzen auch einer Couch und streiten sich
Mit dem Zorn eines kleinen Kindes ist nicht zu spaßen. Das wissen alle Eltern spätestens nach dem ersten Wutanfall.
© Fizkes / Getty Images
"Mein Kind hasst mich!", denkt so manche Mama, wenn sie sich Beleidigungen ihrer Kinder anhören muss. Doch keine Sorge, denn es geht nahezu allen Müttern so. 

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle bei brigitte.de.

Ach ja, Kinder wecken manchmal ganz neue Emotionen in uns. Wenn wir sie das erste Mal in den Armen halten, empfinden wir pures Glück – und können uns zu diesem Zeitpunkt beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieses kleine, herzallerliebste Wesen uns jemals verletzen könnte. Bis es dann plötzlich vier Jahre alt und mitten in der Kleinkindpubertät angekommen ist. Dann merken wir: Ja, diese kleinen Zauberwesen können nicht nur wütend, sondern auch ganz schön bösartig werden!

Mit dem Zorn eines kleinen Kindes ist nicht zu spaßen. Das wissen alle Eltern spätestens nach dem ersten Wutanfall. Denn dabei merken wir nicht nur, wie viel Wut in den Kleinen stecken – sondern auch welche Macht sie über unsere Gefühle haben. Hand aufs Herz: Auch wenn wir wissen, dass sie es nicht so meinen, das erste "Ich hasse dich!" tut verdammt weh.

Wenn Sie sich jetzt gerade also fragen, ob Ihr Kind Sie wirklich hasst, können Sie aufatmen: Sie sind zumindest nicht allein mit der Frage. Wir haben die sieben schlimmsten Kinder-Sätze gesammelt, die Eltern sich schon anhören mussten.

Sieben Kinder-Sätze, die Eltern verletzen

"Ich hasse dich"
Der Klassiker. Und für Kinder meist das stärkste Wort, das sie kennen. Welche Macht "Hass" hat, müssen sie noch lernen.

"Mama/Papa ist doof"
... dicht gefolgt von ...

"Ich mag Mama/Papa viel lieber als dich!"
Jedes Kind geht durch die Mama- / Papa-Phase – aber sie geht auch wieder vorbei!

"Du liebst mich gar nicht"
Puh, immerhin wissen wir bei dem Stich ins Herz sofort, dass das Kind unrecht hat.

"Wenn du immer nur arbeitest, hättest du dir keine Kinder anschaffen sollen"
Hui, immer daran denken: Der Lockdown zerrt an den Nerven. Du machst das toll!

"Nein, du darfst das nicht, du gehst arbeiten!"
Und wenn man es dann wieder gut machen will, bekommt man wieder etwas um die Ohren geworfen: Wie man's macht, man macht es falsch.

"Dann lade ich dich nicht zu meinem Geburtstag ein!"
Na gut, dann bringt Mama aber auch keinen Kuchen mit!

Und wie reagiere ich, wenn mein Kind mich beleidigt?

Durchatmen
Auch wenn wir manchmal am liebsten etwas Gemeines kontern würden – das schlucken wir lieber herunter.

Ehrlich sein
Was wir aber durchaus sagen dürfen, ist, dass uns der Satz verletzt hat. So lernen Kinder nebenbei, sich in ihre Eltern hineinzuversetzen – und dass ihre Worte Konsequenzen haben.

Nachfragen
Ja, es fällt nicht immer leicht, mit dem Kind in Diskussion zu gehen, aber es hilft Eltern und Kind, dessen Gefühle zu verstehen. Also fragen wir das nächste Mal einfach: Warum? So lenken wir bestenfalls gleich von der Wut ab.

Verstehen
Hinter den Wutausbrüchen steckt meist ein unerfüllter Wunsch, sei es nach Nähe oder Spielzeug. Das Kind weiß noch nicht, wohin mit seiner Unzufriedenheit. Sich die Ursache für die Beleidigung bewusst zu machen und sie dem Kind zu spiegeln, kann helfen , Dinge nicht persönlich zu nehmen.

mjd

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker