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"Heimkommen": Warum berührt uns der Edeka-Spot so sehr?

Ein alter Mann feiert Weihnachten alleine – und seine Familie vermisst ihn erst, als es bereits zu spät zu sein scheint. Der neue Edeka-Werbespot erntet viel Kritik, rührt aber gleichzeitig zu Tränen. Warum?

In dem Werbespot folgt auf die Tränen der Familie ein Happy End - aber im echten Leben?

In dem Werbespot folgt auf die Tränen der Familie ein Happy End - aber im echten Leben?

Ordentlich gebügeltes Hemd, gemütliche Strickjacke, weiße Haare und liebevolle Augen: Die Hauptperson des neuen Edeka-Werbespots sieht genauso aus, wie ein Opa auszusehen hat. Ein Opa, der sich Sorgen um seine erwachsenen Kinder macht, der seine Enkelkinder verwöhnt und jeden ihrer Besuche herbeisehnt. Doch die Besuche bleiben aus. In dem Werbefilm feiert er Weihnachten allein, Jahr für Jahr. Seine Kinder und Enkelkinder haben es wieder einmal nicht geschafft – ihre Absage ertönt vom Anrufbeantworter.


Und so sitzt er da, allein an der langen Tafel, hinter ihm der feierlich geschmückte Weihnachtsbaum. Schon diese Szene geht ans Herz, man denkt an die vielen einsamen Menschen, die die Feiertage jedes Jahr alleine verbringen. Doch der Film geht noch weiter: Die Kinder erfahren plötzlich vom Tod ihres Vaters, treffen sich tief traurig für die Beerdigung. Nur, dass der alte Mann nicht tot ist. Er hat seinen eigenen Tod vorgetäuscht. "Wie hätte ich euch denn sonst alle zusammenbringen sollen?", fragt er, bevor sich die wiedervereinte Familie zum gemeinsamen Festessen hinsetzt.  

Haben wir ein schlechtes Gewissen?

Der Spot wird im Internet seit ein paar Tagen heftig diskutiert. Viele finden Edeka als Absender pietätlos und kritisieren die Manipulation des Großvaters. Andere betonen die wichtige Botschaft des Films. Doch wie man den Spot auch bewertet – die Geschichte berührt. Viele Zuschauer hatten Tränen in den Augen, denken an die eigene Familie oder ihre bereits verstorbenen Großeltern. Doch warum rührt uns dieser Werbefilm einer Supermarktkette so sehr? Fühlen wir uns schuldig?

"Weihnachten ist ein Familienfest, aber nicht immer haben wir Lust, unsere Eltern einzuladen", sagt Wolfgang Krüger. Der Psychotherapeut hat sich für sein Buch "Die Geheimnisse der Großeltern – unsere Wurzeln kennen, um fliegen zu lernen" intensiv mit den Beziehungen zwischen den Generationen beschäftigt. "Unsere Familie nervt uns gelegentlich, sie stellen immer die gleichen Fragen zu unserem Leben und so ist es häufig für uns mehr eine Verpflichtung, Weihnachten mit ihr zu verbringen. Doch was uns die eigenen Eltern bedeuten, wissen wir oft erst, wenn sie nicht mehr leben." Wie in dem Werbespot. Der Tod der Eltern oder Großeltern bringe bei vielen Menschen Fragen auf, die sie ihren Verwandten gerne noch gestellt hätten. "Es ist tragisch", sagt Krüger, "erst wenn sie tot sind, wächst das Interesse von Jahr zu Jahr. Das gilt vor allem für die Enkelkinder."

Außerdem ist Weihnachten von dem Bewusstsein einer großen Zusammengehörigkeit geprägt, betont Krüger. Es ist das Familienfest überhaupt. Dass es Menschen gibt, die alleine vorm Christbaum sitzen, widerspricht unserer Vorstellung vom Weihnachtsfestes. Wer weiß, vielleicht denkt ja der ein oder andere während der Feiertage an den Werbefilm und verbringt einfach mal eine Stunde länger mit seiner Familie.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.