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LEIPZIG: Schöne, neue Euro-Welt

Eurotaler aller Studenten vereinigt Euch

Eurotaler aller Studenten vereinigt Euch

»Aufgrund der Euro-Umstellung zum 1. Januar 2002 können die Druckerkonten ab sofort nur noch mit Euro aufgeladen werden!« prangert es in großen Buchstaben von den Hinweisschildern an jedem Drucker im Computerpool der journalistischen Fakultät. Pech für alle Studenten, die die Reste ihrer DM-Bestände in bunte A4-Seiten umwandeln wollen. Der Euro ist da, und die Deutsche Mark aus dem universitären Alltag verschwunden.

Schon Ende 2001 wurde der Währungswechsel vorbereitet. So musste, wer im neuen Jahr weiterhin in der Mensa essen wollte, seine Uni- oder Mensa-Card noch im alten Jahr reichlich aufladen. Denn nach Neujahr wurde der auf der Karte befindliche DM-Betrag bei der ersten Bezahlung in Euro umgerechnet. Und bevor man die Karte an den Ladeterminals neu aufladen kann, muss die Karte auf Euro umgestellt sein. Vorausgesetzt sie sind knitterfrei, sonst bleibt der Magen leer. Schöne, neue Euro-Welt...

Software-Probleme sorgen für Aufregung

Auf ganz neue Rechenspiele müssen sie die Leipziger Studenten in der Universitätsbibliothek einstellen. Im Lesesaal steht ein besonderes Wunderwerk der Technik: Das Ladegerät für die Kopierkarten zeigt das Kartenguthaben zwar in Euro an, »gefüttert« werden will es aber mit der guten alten D-Mark. Laut den Angestellten ist ein Software-Problem für dieses Durcheinander verantwortlich.

Advantage Euro!

In der Hauptmensa kostet das billigste Essen jetzt 1,60 Euro, das teuerste ist für 2,50 Euro zu haben. Hier wurde kaufmännisch gerundet, und zwar nach oben. Das billige Essen kostete früher 2,90 Mark - aber 1,60 Euro sind 3,13 Mark. Die paar Cents mehr muss der Studenten-Geldbeutel eben verschmerzen.

Aber es geht auch anders: Während für das letzte Semester ein Beitrag von 94 Mark gezahlt werden musste, kostet der Semesterbeitrag für das kommende Sommersemester jetzt 41 Euro.

Das neue Geld ist also da, für uns Studenten geht das Leben jedoch ganz normal weiter. Schließlich müssen für Leistungsscheine noch immer Hausarbeiten abgegeben werden. Und an den Automaten und Kassen kämpft der Euro noch mit Kinderkrankheiten. Die Studenten ertragen das Ganze mit stoischer Ruhe und Vorfreude auf die Semesterferien. (jo)

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