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Schulkommunikation: Post für die Eltern

"Wir brauchen eine intensivere Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus" Die Vorsitzende des Bundeselternrats schlägt vor, einmal die Woche die Eltern über die Schulleistungen der Kinder zu informieren.

Schulen sollten Väter und Mütter nach Ansicht des Bundeselternrates häufiger als bisher über die Leistungen ihrer Kinder im Unterricht informieren. Bislang gebe es zu wenig Kontakt zwischen Lehrern und den Verantwortlichen in der Familie, sagte die Vorsitzende des Bundeselternrates, Renate Hendricks, in einem dpa-Gespräch in Bad Hersfeld. Dort findet die Herbstplenartagung der Elternvertretung statt.

Hendricks forderte die Lehrer auf, stärker als bisher auf die Eltern zuzugehen. "Wir brauchen eine intensivere Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus", sagte sie. Sie dürfe sich nicht wie bisher auf die Zeugnisse und einen Elternabend im Jahr beschränken. "Das ist eine Farce." Bei Elternsprechtagen blieben für Gespräche oft nur zehn Minuten pro Kind, sagte Hendricks.

Vorschlag: Wöchentliche oder monatliche Briefe

Sie schlug vor, Eltern sollten wie in Finnland einmal in der Woche oder im Monat einen Brief von der Schule erhalten. Darin könnten die Lehrer die Leistung der Kinder beschreiben und sinnvolle Förderangebote erläutern. "Die Eltern brauchen eine intensive Rückmeldung", sagte Hendricks. "Sie bekommen so eine realistische Einschätzung der Leistung ihrer Kinder."

Generell müssten die Eltern stärker "auf gleicher Augenhöhe" in die Schule eingebunden werden. "Wir haben bislang eine hierarchisch strukturierte Schule, die Zeugnisse vergibt, und in der Eltern wenig zu suchen haben", sagte Hendricks. Manche Väter und Mütter hätten sogar Angst vor Kontakt mit der Schule. Um die Leistungen der Kinder zu verbessern, müssten beide Seiten aber an einem Strang ziehen.

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