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Umweltverschmutzung Einwegmasken sind für Tiere die Pest

Tiere verheddern sich in Einwegmasken
Facebook-User Peter Nugent bittet darum, zumindest die Ohrgummis durchzuschneiden, wenn Masken schon nicht vernünftig entsorgt werden
© Screenshot Peter Nugent / Facebook
Viele von uns haben die Corona-Pandemie genutzt, um nachhaltiger zu leben – die Zeit zu Hause hat unser Bewusstsein dafür geschärft. Doch leider hat so mancher dabei die Masken vergessen: Sie landen zu oft nicht im Müll, sondern in der Umwelt.

Corona hat bei vielen von uns dazu geführt, ein nachhaltigeres Bewusstsein für unseren Haushalt zu entwickeln, allein, weil wir so viel Zeit zu Hause verbringen. Altglas- und Altpapier-Container laufen über, nicht nur weil wir mehr bestellen oder mehr Alkohol trinken, sondern weil wir umweltbewusster entsorgen. Wir haben "Strohhalme" aus Plastik durch Mehrweghalme aus Metall ersetzt. Besser abbaubare Putzmittel angeschafft. Papierservietten durch die guten alten Stoffservietten ersetzt, auch wenn sie nicht immer gebügelt auf dem hübsch eingedeckten Tisch landen. Aber: Corona hat neben all den gesundheitlichen Belastungen auch eine Umweltfalle mitgebracht – wir verlieren dauernd unsere Einweg-Masken.

Zu Beginn der Pandemie hat man sich nich gefragt, warum so viele Idioten ihre Masken unterwegs einfach wegwerfen. Dann haben wir irgendwann mal nachgerechnet oder selbst in unseren Taschen vergeblich gesucht und festgestellt, dass unser Bestand geschwunden ist. Nicht durch absichtliches Wegwerfen, sondern ungewollt. Beim Wechsel von Geschäft zu Geschäft haben wir die Dinger in die Jackentasche gesteckt und beim Herausholen von anderen Gegenständen unabsichtlich auf dem Bürgersteig entsorgt. Leider haben darunter nun Tiere zu leiden, wie zuvor die Wasserschildkröten unter Trinkhalmen.

Was hilft?

Wenn es sich wirklich um ein unabsichtliches Verlieren der Masken handelt, wovon man bei vielen Menschen ausgehen kann, hilft nur eins: Wie müssen uns umgucken, hinter uns schauen, sobald wir etwas aus der Tasche gezogen haben. Das ist so banal, wie es klingt: Das lautlose Heraussfallen einer Stoffmaske ist anders kaum wahrzunehmen. 

Wir können nicht einerseits alles für die Umwelt tun wollen und andererseits aus Achtlosigkeit Tiere in Gefahr bringen. Sie haben bei Maskenschlaufen ebenso wenig Chancen, sich selbst zu befreien, wie bei Plastikfolien oder anderen Utensilien, die wir – bewusst oder unbewusst – als Müll zurücklassen. Das leuchtete vielen Menschen ein: Das Facebook-Posting von Peter James Nugent wurde mehr als 700.000-mal geteilt.

bal

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