VG-Wort Pixel

Australien Heftiger Gegenwind für Peta, nachdem die Organisation dazu aufforderte, Mäuse nicht zu töten

Eine einzelne Maus ist süß, aber in der Masse werden die Nager zum Problem
Eine einzelne Maus ist süß, aber in der Masse werden die Nager zum Problem
© Artisteer / Getty Images
Viele Farmer in Australien leiden in diesem Jahr unter einer Mäuseplage, die ihre Existenzen bedroht. Ginge es nach der Tierschutzorganisation Peta, sollen sie den Mäusen jedoch nichts antun.

In diesem Jahr litt der Osten Australiens unter einer ungewöhnlich heftigen Mäuseplage, die vor allem die dort lebenden Farmer vor große Probleme stellte. Die kleinen Nager vernichteten insgesamt Getreide, Obst und Gemüse im Wert von rund 100 Millionen australischen Dollar (ca. 63,4 Millionen Euro). Einzelne Bauern machten einen Verlust von bis zu 300.000 Dollar. Das bedeutete für viele Menschen in der betroffenen Region eine wirtschaftliche Katastrophe.

Entsprechend begannen die australischen Farmer, gegen die kleinen Tiere vorzugehen. In zahlreichen Orten legten sie Gift aus, um der Plage endlich Herr zu werden. Doch kaum hatte man mit der Bekämpfung der Mäuse begonnen, meldete sich die Tierschutzorganisation Peta zu Wort und wandte sich an die verzweifelten Bauern: "Diese intelligenten und neugierigen Tiere suchen nur nach Nahrung, um zu überleben", sagte Peta-Sprecherin Aleesha Naxakis. "Sie sollten nicht dieses Rechts beraubt werden, weil sich Menschen für etwas Besseres halten."

Peta will, dass die Mäuse am Leben bleiben

Die Organisation fordert die Bauern auf, die Mäuse nicht zu töten. Stattdessen schlagen sie vor, die Tiere mit Lebendfallen zu fangen und in der Wildnis wieder auszusetzen. "Humane Fallen ermöglichen es, kleine Tiere auf sanfte Weise einzufangen und unversehrt wieder freizulassen." Von Giftködern hält man bei Peta entsprechend wenig: "Diese grausame Tötungsart lässt unschuldige Mäuse nicht nur auf unerträglich grausame Weise sterben, sie erhöht auch das Risiko, dass sich Bakterien im Wasser verbreiten, wenn sich tote Mäuse in Wassertanks sammeln", warnt Naxakis.

Die Einwände von Peta fielen im australischen Osten allerdings auf keinen fruchtbaren Boden. Die betroffenen Menschen reagierten stattdessen empört. Selbst der stellvertretende Premierminister Australiens, Michael McCormack, reagierte auf die Forderungen der Tierschützer. Und das nicht gerade diplomatisch: "Die eigentlichen Ratten in dieser Plage sind die Menschen, die mit so unglaublich dummen Ideen um die Ecke kommen", so der Politiker. "Deren Denkansatz ist verwerflich, wenn man die Farmer und ihr Leid betrachtet. Das sind Menschen, die niemals aus der Stadt herauskommen und nicht mitbekommen würden, wenn ihr Hinterhof in Flammen stünde. Und jetzt wollen die den Farmern erzählen, was sie zu tun haben?" Für ihn steht fest: "Die einzig gute Maus ist eine tote Maus!"

Quelle:  "News.com.au"

wt

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker