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Universität: Deutsche Unis in vielen Bereichen weltspitze

Besonders technische Universitäten in Deutschland sind in vielen Bereichen federführend in der Welt. Deutschland als attraktiver Forschungsstandort?

Ingenieure beurteilen den Forschungsstandort Deutschland weit positiver als Physiker, Biowissenschaftler oder Mediziner. „In Deutschland gibt es eine Gruppe von acht bis zehn technisch orientierten Universitäten, die in vielen Bereichen federführend in der Welt sind“, erklärt der Maschinenbau-Professor Dr. Engelbert Westkämper in der Maiausgabe des Wissensmagazins bild der wissenschaft. Der Chef des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb an der Universität Stuttgart und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung ist überzeugt, dass die führenden Köpfe nicht in den USA sitzen, sondern im mittleren Europa. Den Erfolg der deutschen technischen Universitäten führt er auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zurück: „Der überwiegende Teil unserer Professoren hat nach der Promotion drei bis zehn Jahre in der Wirtschaft gearbeitet und bringt dadurch ein hohes Maß an Managementerfahrung sowie an Kontakten mit.“

Kritik an Studiengebühren

Das Vorurteil, deutsche Universitäten würden als Massenuniversitäten verkommen, lässt Westkämper nicht gelten: „Dass unter 1000 Studierenden auch viele Spitzenleute sind, wird gerne vergessen.“ Kritisch äußert er sich in bild der wissenschaft über die derzeit diskutierten Studiengebühren in Höhe von etwa 500 Euro pro Semester, weil viele Studierende der Ingenieurwissenschaften „eher aus sozial schwächeren Familien“ stammten. Dabei zeige die Statistik, dass gerade sozial schwächer gestellte Studierende ihre Ausbildung mit besserem Erfolg als andere abschließen.

ots
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