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Versicherungen: Was brauchen Azubis?

Die Verbraucherzentrale warnt vor teuren Rundum-Versicherungen für junge Leute. Berufseinsteiger sollten sich gut überlegen, gegen welche Risiken sie sich versichern möchten.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bieten Versicherungsgesellschaften mit "maßgeschneiderten Paketen für die Rundum-Versicherung" oftmals teuren und überflüssigen Schutz. Unverzichtbar für Azubis halten die Experten eine Haftpflichtversicherung, einen privaten Berufsunfähigkeitsschutz und die Altersvorsorge.

Durch eine Haftpflichtversicherung werden Schäden abgedeckt, die man bei anderen verursacht. Wenn die Eltern eine Haftpflichtversicherung haben, ist man während der Lehre auch mit 18 Jahren und danach noch bei ihnen mitversichert und muss keine eigenen Beiträge zahlen. Das gilt auch für die Zeit des Wehr- und Zivildienstes.

Privater Berufsunfähigkeitsschutz ist nötig

Wer nach dem 2. Januar 1961 geboren ist und seinen Beruf wegen einer Erkrankung nicht mehr ausüben kann, hat jetzt keinen Schutz mehr durch die gesetzliche Rentenversicherung, wie die Verbraucherzentrale betont. Erwerbsminderungsrente gibt es nur noch, wenn 60 Monate lang Pflichtbeiträge gezahlt wurden. Azubis können diese Zeiten aber nicht erreicht haben. Nach Unfällen in der Freizeit droht ihnen also das finanzielle Aus, wenn sie sich nicht privat absichern. Auch private oder betriebliche Altersvorsorge ist für Berufsanfänger vorteilhaft; Azubis werden vom Staat mit Zulagen unterstützt.

Eine Unfallversicherung "kann nicht schaden", allerdings sollte dabei auf Extras wie zum Beispiel "Krankenhaustagegeld nach Unfällen" verzichtet werden, meinen die Verbraucherschützer. Studenten können mit ihrem auswärtigen Domizil über die Hausratsversicherung der Eltern versichert sein, sofern sich dort noch immer ihr offizieller Erstwohnsitz befindet. Der Abschluss von Kapital-Lebensversicherungen ist für Azubis nach Ansicht der Experten überflüssig.

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