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Aktfotografie von 1945 bis 1990: Sich zeigen - nicht bloß den Körper

Wie hat sich die Inszenierung von nackten Körpern vor der Kamera seit der Nachkriegszeit verändert? Dieser Bildband zeigt: Im Laufe der Jahrzehnte stehen Künstler und Modelle immer mehr zum Akt: mit ihrem Gesicht.

Das titellose Foto von Vincent Lussa entstand in Ungarn, zwischen 1970 und 1979.

Das titellose Foto von Vincent Lussa entstand in Ungarn, zwischen 1970 und 1979.

War Nacktsein in der Nachkriegszeit anders als in den 1970er Jahren oder Ende der Achtziger? Freilich, insbesondere, wenn es um inszenierte und in Szene gesetzte Nacktheit geht: um Aktfotografie. "Es gibt eine gewisse Bewegung hin zu mehr Lockerheit und Selbstverständlichkeit", sagt Olaf Immisch dem stern. Der Mitarbeiter des Kunstmuseums Moritzburg in Halle an der Saale hat den Akt-Fotoband "Unverhüllt schön" kuratiert. "Bei den früheren Werken sind die Gesichter noch häufig abgewendet oder im Schatten", sagt Immisch.

Tatsächlich sind in den meisten Fotografien bis Ende der 1950er Jahre maximal Teile eines Gesichts zu erkennen, der Rest ist abgeschnitten. Der nackte Körper ist dennoch zu sehen: Der Akt selbst ist nicht weniger explizit. Bloß weitgehend anonym.

"Unterschied, ob jemand seinen Körper zeigt oder sich"

Lockerheit und Selbstverständlichkeit einer Aktfotografie könnte daran gemessen werden, wie freizügig der nackte Körper für die Kamera in Szene gesetzt wird. "Ich bin anderer Meinung", sagt Immisch. Der Kurator empfindet gerade die Fotos, in denen die Models mit ihrem Gesicht zu den Aufnahmen stehen, als locker. "Es ist eben ein Unterschied, ob jemand seinen Körper zeigt oder sich", sagt er.

Immisch hat Psychologie und Kunstgeschichte in Berlin und Halle studiert. Seit 1987 ist er Kurator der Sammlung Fotografie am Kunstmuseum Moritzburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Ausstellungen und Publikationen zur Fotografie des Neuen Sehens, der ostdeutschen Fotografie seit 1945 und zur zeitgenössischen internationalen Fotokunst. Der Bildband "Unverhüllt schön" zeigt neben der Entwicklung der Freizügigkeit in der Aktfotografie per se auch, dass der Osten gar nicht so prüdeist: Der offene Umgang der Osteuropäer mit Nacktheit spricht für die Souveränität sowohl der Künstler als auch der Modelle. So zugeknöpft, wie gelegentlich angenommen, war man in diesem Teil der Welt keineswegs. Der Gegenstand der Aktfotografien interessierte nicht nur, weil er unverhüllt war, sondern auch einfach schön.

Die Auswahl der Aktfotografien aus fünf Jahrzehnten hat Immisch unter Mitarbeit von Stefanie Wiesel und Gerhard Ihrke zusammengestellt. Erstmals werden diese Fotos nun in diesem Buch veröffentlicht: "Unverhüllt schön. Aktfotografie aus Osteuropa. 1945 bis 1990." 192 Seiten, Bildband gebunden mit Schutzumschlag. Abbildungen in Duoton. ISBN 978-3-360-01 300-2.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.