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Aktfotografie von Klaus Fischer: Der Helmut Newton des Ostens

Klaus Fischer blickte hinter die Fassade des sozialistischen Deutschlands und zeigte die Ost-Frauen in ihrer unverhüllten Schönheit.

Die im Folgenden gezeigten Aktfotografien stammen aus dem Bildband "Der Reiz des Sinnlichen" von Klaus Fischer. Er ist im Verlag Bild und Heimat erschienen, umfasst 144 Seiten und kostet 19,99 Euro. Mehr über das Buch auf der Website des Verlags

Die im Folgenden gezeigten Aktfotografien stammen aus dem Bildband "Der Reiz des Sinnlichen" von Klaus Fischer. Er ist im Verlag Bild und Heimat erschienen, umfasst 144 Seiten und kostet 19,99 Euro. Mehr über das Buch auf der Website des Verlags


Dieser Mann zeigte der Welt, wie die Frauen hinter der Mauer wirklich aussahen: Klaus Fischer war einer der anerkanntesten Aktfotografen der DDR. Dabei sah er sich selbst Zeit seines Lebens als Amateur, als Liebhaber auf dem Gebiet der Aktfotografie. Und diese Liebe sieht man den Bildern an. Eine Frau, die nackt auf dem Sessel lümmelt, als sei es das Normalste der Welt. Die Schwimmerin, die sich unter Wasser bewegt wie ein Fisch. Oder die beiden Mädchen, die entspant am Badesee sitzen und alle Kleidung von sich geworfen haben. 

Den Grund dafür hat Klaus Fischer selbst erkannt: "Im Gegensatz zu den Auftrags- und Terminzwängen der Alltagsarbeit eines Berufsfotografen kann ich in der Aktfotografie unvorbelastet und gleichsam spielerisch arbeiten", sagte er über seine Werke aus diesem Bereich. Den Spaß und die Ausgelassenheit merkt man den Bildern an: Die porträtierten Modelle wirken entspannt, es hat nicht den Eindruck, als müssten sie sich verstellen oder unnatürliche Posen einnehmen. Sie verströmen pure Schönheit gepaart mit Lebensfreude. Kann man viel mehr von Aktfotografien erwarten? 

Restrospektive von Klaus Fischer

Der Bildband mit dem etwas gekünstelten Titel "Der Reiz des Sinnlichen" liefert eine umfassende Retrospektive der über Jahrzehnte entstandenen Aktfotografien Klaus Fischers. Der 1934 im thüringischen Meiningen geborene Fotokünstler studierte von 1957 bis 1962 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Nach zweijähriger Festanstellung bei dem DDR-Magazin "Neue Berliner Illustrierte" ("NBI") entschloss er sich zu einer Karriere als freiberuflicher Fotograf.

Seine Spezialgebiete waren Mode- und Aktfotografie. Mit Letzterem machte er sich schnell einen Namen, der weit über die Medienszene hinaus bekannt war. Die populäre Zeitschrift "Das Magazin" druckte jeden Monat eine seiner Aktfotografien ab. Fischer nutzte seine Popularität und verfasste zahlreicher Bücher, darunter Fotografie-Ratgeber sowie Bildbände, in denen er verschiedene deutsche Städte porträtierte. 2009 starb Klaus Fischer in Berlin. Sein Werk lässt sich nun noch einmal neu besichtigen.

Der Bildband "Der Reiz des Sinnlichen" von Klaus Fischer ist im Verlag Bild und Heimat erschienen und kostet 19,99 Euro. Zur Website

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Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.