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Zum Tod des Fotografen: Wahrhaftigkeit statt Perfektion - die Kunst des Peter Lindbergh

Die Fotografie-Welt trauert um einen der ganz Großen: Peter Lindbergh ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Wir zeigen einige seiner späten Fotografien großer Stars.

Uma Thurman, New York, 2016

Uma Thurman, New York, 2016

Die Karriere des Peter Lindbergh ist eng mit dem stern verknüpft. Bei dem Magazin gelang dem 1944 als Peter Brodbeck Geborenen 1944 der Durchbruch. Danach ging seine Karriere steil bergauf. Er hatte seinen markanten Schwarz-Weiß-Stil gefunden, seine Handschrift, die in den folgenden Jahrzehnten sein Werk prägen sollte. 1988 holte ihn "Vogue"-Chefin Anna Wintour nach New York. Dort prägte Lindbergh maßgeblich die Ära der Supermodels mit. 

Doch Lindbergh bekam auch andere Frauen vor die Linse. Er stand mittlerweile in dem Ruf, einer der besten Fotografen der Welt zu sein, und so standen die Stars Schlange. Das ist auch in dem Bildband "Shadows on the Wall" zu sehen, der 2017 im Taschen Verlag erschienen ist.

Viele Hollywood-Stars posierten für Peter Lindbergh

Darin haben Schauspielerinnen wie Alicia Vikander, Charlotte Rampling, Helen Mirren, Jessica Chastain, Julianne Moore, Kate Winslet, Léa Seydoux, Lupita Nyong’o, Nicole Kidman, Penélope Cruz oder Uma Thurman für ihn posiert. Dabei entstanden außerordentlich authentische Bilder, die Lindberghs ästhetisches Credo auf den Punkt brachten. Ihm ging es nie darum, Frauen als möglichst jung und perfekt abzubilden. Stattdessen setzte er auf Wahrhaftigkeit und die Schönheit der markanten Persönlichkeiten. Viele der abgelichteten Frauen kannte der Fotograf seit vielen Jahren. Aufgrund dieser langen persönlichen Beziehung gelangen ihm Blicke in das Seelenleben der Stars. 

Am 3. September verstarb der große Fotokünstler Peter Lindbergh im Alter von 74 Jahren. Seine Bilder werden ihn überdauern.

"Peter Lindbergh. Shadows on the Wall" ist im Taschen Verlag erschienen, enthält 292 Seiten und kostet 79,99 Euro. Mehr unter www.taschen.com

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