HOME

Peter Lindbergh: Einen Moment, bitte

In den 33 Jahren seiner Karriere hatte der deutsche Fotograf so ziemlich alle schönen und Berühmten Frauen vor der Kamera. In seinem neuen Buch zeigt er nun Aufnahmen, die am Rande der großen Shootings entstanden sind.

Man könnte jetzt glauben, dass Jennifer Lopez einen Moment für sich allein war, unbeobachtet, sich durch die Haare fahrend, der Gesichtsausdruck beinahe sarkastisch sinnierend. Es war ein Nachmittag in einem New Yorker Club, die Zeitungen an den Kiosken draußen hatten jeden Tag eine andere Meldung über J. Lo und ihren damaligen Freund Ben Affleck: Hochzeit, doch nicht Hochzeit, was denn nun? Ben Affleck würde sie, und das wusste Jennifer auf dem Foto, in einer halben Stunde abholen, und wenn man genau hinschaut, könnte man ein Patchwork aus Gefühl und Gewühl in ihrem Gesicht ablesen.

Der Mann, der hinter Jennifer Lopez steht und mit einer leise klickenden kleinen Kamera das Bild macht, ist ein Mann, der oft hinter, neben oder um Prominente herum steht, um sich abseits der Blitzlichter, Studios und Posen seine kleinen privaten, ja intimen Momente zu pflücken.

Peter Lindbergh nennt das "Zwischenshots", sie entstehen immer dann, wenn er große Shootings mit viel Make-up, teuren Kleidern und Superstars hat. Sogar die Luft scheint dabei nervös zu sein, die Egos der Stars mit ihren Managern und Beratern passen kaum durch die Tür, und so eine wie J. Lo verlangt geputztes Obst und temperiertes Mineralwasser und bekommt es meist auch, weil alle ihr Spiel der Überirdischen mitspielen. Nur Lindbergh nicht. Er hält sich nicht an die Öffnungszeiten der Eitelkeit, sondern inszeniert auch die Umbaupausen zwischen den großen Shots. Da steht dann immer ein Tisch im Studio, da sollen sie alle sitzen wie auf einer Wiese in Frankreich im Sommer. Da sollen sie alle, die Make-up-Arbeiter, die Beleuchter, die Stylisten, die Assistenten und die Stars gleich sein, sollen essen und trinken. Lindbergh sitzt dann am Ende vom Tisch, neben seinem Glas immer eine Kamera, und er spricht, lacht und fotografiert zugleich. In einer Bewegung, man muss das gesehen haben, sprechen-lachen-klick-sprechen.

Würde man Lindbergh, 61, der 1978 seine ersten Fotos im stern veröffentlichte, heute in sein Archiv schicken, um Bilder all der Mädchen, Models und Stars zu holen, die er fotografiert hat, könnte es ewig dauern, bis er wiederkommt. Deshalb hat er sich in seinem neuen Buch "Untitled" auf 116 Bilder beschränkt, die alle aus seinem Genre "Zwischenshots" stammen und seine Technik der dokumentarischen Fotografie illustrieren. "Ich habe gar nicht so sehr auf die Bilder an sich geschaut, sondern überlegt, welche Geschichten und Situationen mir dazu einfallen. Es sind also eher Fotos, die mein Erleben zeigen, als zum unzähligsten Mal ein prominentes Gesicht", sagt er.

Dass seine Bilder nicht die wirklich wahren, intimen Blicke hinter die Posen des Glamours sind, darüber macht sich auch Lindbergh keine Illusionen. "Nein, die Frauen sind alle sehr ausgeschlafene Profis in ihrem Geschäft. Scarlett Johansson zum Beispiel kenne ich gut und arbeite viel mit ihr. Die kontrolliert ihren Wimpernschlag aber auch, wenn sie so scheinbar ausruhend am Strand von Malibu sitzt." Und auch Jennifer Lopez beherrscht die Simulation des Privaten meisterlich, "ich arbeite ja nicht mit versteckter Kamera", sagt Lindbergh. Bei J. Lo sei ihm nur aufgefallen, "dass sie sich immer wieder als junges Mädchen darstellen will, dabei sind ihre wahren Qualitäten des Fraulichen viel aufregender".

Was die ganz grossen des Entertainments und Lindbergh vereint, ist das gemeinsame Ziel: ein Foto, das von Nähe, Schönheit und Wahrheit erzählt oder es simuliert. "Alle diese Menschen wissen, dass ich kein hässliches Foto mache. Alle wissen, dass ich ihre Schönheit suche", sagt Lindbergh. Mit seiner Technik demonstrativer Natürlichkeit, seinen minimalistischen Fabriketagenstudios oder Strandlocations sperrt er die Ablenkung durch eine technokratische Bildfabrik aus, "wir sind gleich, es gibt keine Privilegien, nur das Model und mich", sagt er. Das schafft in den verkrampften Seelen der Eitelkeit und Unsicherheit Entspannung und sogar Erkenntnis. "Peter hat mich als Einziger so gezeigt, wie ich bin", sagte einmal Linda Evangelista über ihren Entdecker Lindbergh, "was beängstigend für mich war: Es war unglaublich hart, ich zu sein." Bei Schauspielern, sagt Lindbergh, sei das einfacher, weil die ständig ein anderes Ich spielen und auch in Momenten der Pause einen Charakter im Gesicht behalten. Mit Cate Blanchett sei das in einer Pariser Fabriketage so gewesen, "das Bild ist zwischen Modeshots entstanden, und man sieht die Entspanntheit, in der Cate mit ihren Posen spielt."

Man muss sich das fotografische Leben von Superstars auch als enervierende Abfolge fremder Hausbesuche im eigenen Gesicht vorstellen: neuer Film, neue Platte, neues Projekt, immer kommt ein anderer Fotograf und enteignet das Antlitz und interpretiert, macht sie kindlich oder hässlich, zu Vamps oder irgendeiner anderen Variante seiner ikonografischen Vorstellung. Oft sieht man sich nicht wieder, die Beziehungen bleiben kühl und mechanisch. Bei Lindbergh ist das ganz anders. Er kann im Studio Familie herstellen, seine Art zu sprechen, hat väterliches Timbre, und mit seiner Kamera leiht er sich ein Gesicht und enteignet es nicht. Das schafft Verbindungen. Penélope Cruz ruft ihn schnell an, wenn er auf Ibiza ist und sie in Madrid: "Peter, kannst du kommen, ich brauche Fotos." Lindbergh lacht, "wenn das wie üblich über Manager und Agenten laufen würde, gäbe es vielleicht in einem halben Jahr ein Bild". Und Manager und Agenten raufen sich auch die Haare, wenn Lindbergh zu Daryl Hannah nach einem Tag Arbeit im Studio sagt, "komm, jetzt gehen wir noch auf die Straße, gleich hier unten, und bedeck dein Gesicht mit den Händen, Schönheit haben wir heute genug gesehen".

Wenn Peter Lindbergh so was erzählt, fügen sich Worte irgendwann zu einer nie geschriebenen Geschichte des Entertainments zusammen. "Auf dem Bild von Asia Argento sehe ich meine Überraschung. Es war nämlich ein Shooting, zu dem ich auch Adrien Brody angerufen hatte, ich wollte so eine Paargeschichte machen. Ich wusste nicht, dass Adrien und Asia zusammen waren und sich ein Jahr zuvor getrennt hatten." Und normalerweise wollen Frauen nicht fotografiert werden, wenn sie geschminkt werden, denn das ist ein Akt, der intimer ist als Nacktheit, "aber Goldie Hawn zum Beispiel hatte kein Problem damit. Mein Gesicht ist doch mein Leben, hat sie gesagt." Hat sie zu Peter Lindbergh gesagt, andere Fotografen wären vermutlich gar nicht in die Nähe ihres Gesichtes gekommen.

Manch Kritiker des flüchtigen Zirkus Mode bemängelt immer wieder mal Lindberghs Treue zu seinem Stil. Keine Experimente, keine modischen Provokationen, kein Beugen mit dem Wind. Lindbergh interessiert das nicht, er hat 1997 mit seinen ersten "Zwischenshots" die Modefotografie mit einer dokumentarischen Variante revolutioniert. Er sagt, dass er erst mit 29 Jahren Fotograf wurde, denn "wenn man so spät anfängt, ist man charakterlich vielleicht schon so weit gefestigt, dass man seine Vorstellungen nicht so schnell über den Haufen wirft". Und vielleicht ist es das, was man in Lindberghs Bildern, egal, ob von Goldie Hawn, Brooke Shields oder der sinnlichen Italienerin Asia Argento, immer wieder findet und was den Blick immer wieder mit Sehnsucht füllt: Der Charakter all unserer Blicke, die etwas suchen und es nur in zufälligen Momenten finden. Nur, unsere Augen können es nicht festhalten, Lindberghs Kamera schon.

Jochen Siemens / print
Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?