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Technik: Der standhafte Verzinnsoldat

Es geht nur wenig über Töpfe aus Kupfer; ihr Material ist leitfähig, und so verbrauchen sie sehr viel weniger Energie als Töpfe aus anderen Materialien.

Nur zwei kleine Probleme gibt es. Nummer eins: Blankes Kupfer setzt beim Erhitzen giftige Stoffe frei, deshalb muss beim Kochen etwas zwischen Topf und Essen, zum Beispiel eine Schicht Zinn. Nummer zwei: Zinn ist weich und empfindlich, das Material kann sich eines Tages lösen oder ein zu energischer Koch es beschädigen.

Dann ist so ein Topf ein Fall für den letzten Feuerverzinner Deutschlands, für Friedrich Kretschmer. In seiner Werkstatt haut er das alte Material raus aus dem Küchengerät, verzinnt es erneut und ersetzt nebenbei die Nieten, mit denen Griff oder Stiel befestigt sind.

Der Preis: Bei einem Topf von 30 cm Durchmesser und 20 cm Höhe nimmt der Meister 50 Euro, einen neuen Topf fertigt er ab 150 Euro.

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