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Anleitung zum Wodkatrinken: Wodka trinkt man nie alleine - und mit Salzgurke

Wodka trinken kann jeder. Doch gibt es bei diesem Getränk gewisse Regeln zu beachten. Die Salzgurke ist für den Wodka gewissermaßen die Zitrone zum Tequila. Warum das so ist und wie in Russland wirklich Wodka getrunken wird, erfahren Sie hier.

Zwei Gläser Wodka mit Essiggurken

Wodka trinkt man nicht alleine - und mit Essiggurke

Wodka, Wodka, Wodka - was wäre Russland ohne sein liebstes Nationalgetränk. Und dieses wird niemals als Longdrink oder gemischt mit anderen Flüssigkeiten serviert, wie es hierzulande in Bars üblich ist. Nein, in Russland gibt es Wodka pur. Und Wodkatrinken muss gelernt sein.

Weißer Tequila wird klassisch mit Salz und Zitrone getrunken, erst Salz ablecken, Tequila stürzen, Gesicht zusammenkneifen und in die Zitrone beißen. Aaah, welch ein Erlebnis. Auch Wodka kippt man nicht einfach so hinunter. Hier wird jedoch weder Salz abgeleckt, noch in eine Zitrone gebissen. Wobei salzig und sauer wird es nach dem Wodka-Shot auch. Denn in Russland beißt man nach dem Wodka-Genuss gerne in eine Salzgurke. Ja genau, eine Salzgurke. Ein handfester Biss gehört zu jedem Wodka. Eine Salzgurke ist da eigentlich schon ein Muss. Gern gegessen werden aber auch eingelegte Tomaten, Pilze oder auch Raucherwürstchen. Einerseits, um den Geschmack abzumildern, andererseits um nicht so schnell betrunken zu werden. Eine Grundregel, wenn es um Wodka geht.

Wodka trinkt man niemals ohne Trinkspruch

Eine weitere Regel dreht sich darum, mit wem man Wodka trinkt. Denn ein russisches Sprichwort lautet "Trinken ohne Trinkspruch ist Trinksucht", das gilt auch für diejenigen, die alleine trinken. Nach jedem Wodka-Shot, der niemals weniger als 50 Milliliter misst, wird ein Toast ausgerufen. Nur dann Wodka trinken und immer auf ex, niemals dazwischen. (Und niemals Bier und Wein dazu, besser ein großes Glas Wasser). Der erste Toast wird vom Gastgeber ausgesprochen. Danach kann auf die Gesundheit, auf das Glück und auf die Liebe angestoßen werden. Der wichtigste Trinkspruch gilt aber den Frauen, der zum Höhepunkt des Abends ausgerufen wird - echte Gentlemen stehen dafür natürlich auf.

Geöffnete Flaschen werden ausgetrunken

Dass man nach dem Wodka-Shot in eine Salzgurke beißen soll, wissen wir bereits. Aber Wodka wird zum Essen getrunken, nicht davor und nicht danach. Und neben den sauren Gurken geht es bei den Russen deftig zu: Wurst, Sauerkraut, hausgemachte Sülze, Brot, Kartoffeln. Alles, was eine gute Grundlage schafft. Zu zaristischen Zeiten trank man sogar vor dem Wodka einen Becher Sonnenblumenöl - um Kehle, Magen und Darm einzuölen und darauf vorzubereiten - auf die Wodkaströme.

Eine weitere ungeschriebene Regel ist, dass es in Russland niemals, aber auch wirklich niemals, vorkommen wird, dass eine geöffnete Flasche nicht ausgetrunken wird. Einerseits wäre es den Gästen gegenüber unfreundlich und der Gastgeber würde in den Verruf geraten, geizig zu sein. Andererseits hat das auch historische Gründe: In der Sowjetzeit konnten einheimische Wodkaflaschen traditionell nicht wieder verschlossen werden. Na dann, "Na sdarowje".

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.